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Kurzberichte 2014

bringt Neues rund um den Mountainbike-Sport und Stefans Aktivitäten

Kurzbericht

2014-11-29 StS

Bilder: Cherie Vale/Veranstalter

Origin Of Trails. Stellenbosch SA

Diese zweitägige Etappenfahrt mit insgesamt 130 km Länge führte über die besten Trails rund um Stellenbosch. Teilweise auf neu gebauten Strecken, die bisher für Biker unzugänglich waren. Das war für mich unter anderem auch ein Grund hier an den Start zu gehen.

In Südafrika ist das Origin of Trails quasi der Saisonabschluss. Über 1100 Fahrer waren bei der zweiten Auflage dieses Rennens am Start.

Die erste Etappe führte durch mein neues Trainingsgebiet; einen Großteil der Strecke kannte ich daher schon gut. In aller Frühe um 7 Uhr ging es los. Vom Start weg setzten sich Simon, Matthew Beers und ich ab und fuhren bis zu einem sehr steilen und ruppigen Anstieg zusammen. Dort allerdings hatte Matt Probleme und wir zwei von Bulls setzten uns ab. Im Ziel hatten wir etwa 3 min Vorsprung und ich überquerte die Ziellinie als Erster, etwa eine halbe Radlänge vor Simon.

Die zweite Etappe war komplettes Neuland für mich und ich war gespannt was uns erwartete. Nach dem Start ging es ca. 450 Hm steil bergauf und über dem Helshoogte Pass stürzten wir uns einen neu gebauten Singletrail hinunter ins Banghoek Valley. Der Name des Trails war Programm: Bartinney (Name der Winefarm) "Skyfall".

Wieder setzten sich Simon, Matt und ich ab und bis etwa km 45 fuhren wir zu dritt. In einem flachen recht ruppigen Trail konnte ich mich absetzen und fuhr bis zum Ziel knapp 3 Minuten Vorsprung heraus.

Damit sicherte ich mir den Gesamtsieg vor Simon und Matt.

Bettina war ebenfalls am Start und belegte bei ihrer ersten Rundfahrt den 13. Platz.

Das waren zwei geniale Tage mit super Trails und toller Atmosphäre in Stellenbosch.

Kurzbericht

2014-10-26

The Buffet Olive MTB Classic

Südafrika ist ein MTB-begeistertes Land. Neben den großen bekannten Rennen gibt es eine Unzahl nicht so bekannter aber beliebter Rennen bei denen mal locker über 1000 Teilnehmer starten. Stefan und Simon Stiebjahn starteten am Sonntag gemeinsam bei einem solchen Rennen. Mit dabei war der Schweizer Marathon-Spezialist Konny Looser. Genau in dieser Reihenfolge war dann auch das Endergebnis. Stefan berichtet:

Direkt neben dem Cascade Country Manor bei Paarl, wo wir einige Wochen Trainingslager mit dem Team verbrachten, liegt die Olivenplantage von Buffet Olives, welche Namensgeber für ein MTB Rennen ist.

Inmitten alter Olivenbäume startet die schwere 42 km Route und geht über staubige Schotterstraßen und flowige Singletrails durch das Paarl Valley. Teile der Strecke führen über die diesjährige Cape Epic Route.

Nach dem Start ging es direkt in einen langen Anstieg und Simon drückte aufs Tempo. Schon bald waren nur noch ein Trio übrig, Konny Looser, Simon und ich. Ich hatte Anfangs etwas Mühe und Simon verschleppte das Tempo etwas, damit ich wieder aufschließen konnte. Kurz vor einer langen Singletrail-Abfahrt attackierte Simon und konnte sich absetzen. Konny hatte Probleme zu folgen und so versuchte ich vor ihm in die Abfahrt zu kommen um eventuell nochmal zu Simon vor zu fahren. In der Abfahrt konnte ich mich dann absetzen und schloss etwas später im steilsten Teil der Strecke zu Simon auf. Danach kämpften wir uns gemeinsam gegen Wind, Hitze und Staub bis ins Ziel und ich kam ein paar Meter vor Simon als Erster über die Ziellinie.“

Kurzbericht

2014-09-21


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Sparkasse TRANS Zollernalb

Das dreitägige Wochenendspektakel ist auch in diesem Jahr wieder hervorragend besetzt. Bulls ist mit Tim Böhme, Simon Stiebjahn, Martin Frey und Stefan mit von der Partie. Start und Ziel sind wie bisher auch Bad Imnau und Hechingen, gewissermaßen einmal um die Burg Hohenzollern herum.

Simon Stiebjahn vom Team Bulls gewinnt die 5. TRANS Zollernalb vor dem letztjährigen Sieger Markus Kaufmann und seinem Teamkameraden und Deutschen Marathon-Meister Tim Böhme.


Für Stefan war das das letzte Saisonrennen auf europäischem Boden. Jetzt geht es mit der Familie nach Südafrika, wo er im November noch an zwei Rennen teilnimmt. Fast gleichzeitig mit ihm wird auch Simon Stiebjahn seine Zelte in Südafrika aufschlagen.

Etappe 3: Straßberg – Hechingen

Erstes Ziel des Bulls-Teams war es natürlich Simon Stiebjahn als Gesamtsieger der Tour abzusichern. Stefan berichtet:

Simons Vorsprung in der Gesamtwertung war nicht gerade das, was man als komfortabel bezeichnen würde, aber er lag vorne. Natürlich wollten wir ihm helfen diesen Vorsprung bis ins Ziel nach Hechingen zu bringen. In der Anfangsphase lief alles nach Plan und wir konnten das Feld kontrollieren. In der letzten Abfahrt vor der Sprintwertung setzten sich Matthias Pfrommer, Matthias Leisling und ich ab und holten die Bonus Sekunden. Dann begannen die Attacken von Markus Kaufmann. Er versuchte an jeder Welle Simon abzuhängen, doch es gelang ihm nicht. Simon war immer wachsam und hatte auch noch Tim und mich als Helfer dabei. In diesem Stil fuhren wir dann weiter über die triefend nasse Schwäbische Alb. Bis etwa 12 km vor dem Ziel waren wir eine 8 Mann starke Gruppe und an einer kurzen Gegenwelle mit anschließender Abfahrt suchte ich mein Heil in der Flucht und riss aus. Am letzten Anstieg zur Burg Hohenzollern hatte ich etwa 20 s Vorsprung. Im Anstieg merkte ich dann schnell, dass die Flucht Kraft gekostet hat und wie die anderen wieder näher kamen. Markus, Tim, Simon und Matthias schlossen zu mir auf und ich konnte mich an ihre Hinterräder klemmen. Gemeinsam ging es in rasender Fahrt in Richtung Ziel. Auf der letzten schnellen Abfahrt versuchte ich noch einmal weg zu kommen aber natürlich wollte mich jetzt keiner mehr fahren lassen. So kam es zum Zielsprint in Hechingen den Hannes Genze für sich entschied. Als Tages Sechster liege ich am Ende auf dem 7. Gesamtrang.“

Etappe 2: Balingen – Albstadt

Die zweite Etappe war mit 82 km Länge und 2200 Hm die längste und schwerste Etappe der TRANS Zollernalb. Simon Stiebjahn hatte anfangs etwas zu kämpfen. Seine Teamkameraden hatten ihn aber solange unterstützt bis er seine alte Kraft wieder gefunden hatte. Über den weiteren Verlauf berichtet Stefan: „Die Königsetappe der TZA wurde wie erwartet zum Ausscheidungsfahren. Die anfangs noch große Gruppe schrumpfte stetig und die eigentliche Entscheidung fiel am Anstieg zur Sprintwertung in Meßstetten. Simon, Markus, Tim und Matthias Leisling konnten sich zusammen absetzen und ich war mit Hannes, Torsten und Matthias Pfrommer in der Verfolgergruppe. Allerdings wollte natürlich keiner so wirklich hinterherfahren, denn jedes Team hatte einen Vertreter vorne. An einem der letzten Anstiege ca. 7 km vor Ziel hatte ich zu kämpfen und musste die anderen ziehen lassen. So fuhr ich dann als 9. ins Ziel in Albstadt.“

Simon Stiebjahn hat die Etappe wieder mit nur wenigen Sekunden Vorsprung vor Markus Kaufmann gewonnen.

Etappe 1: Bad Imnau – Balingen

In der Nacht vor der ersten Etappe hatte es noch kräftig geregnet. Entsprechend mit Dreckspritzern gesprenkelt kamen die Fahrer ins Ziel. Relativ rasch bildete sich eine Gruppe von ca. 15 Fahrern mit allen Favoriten. 12 Mann davon blieben bis ins Ziel zusammen, so dass es zu einem Zielsprint kam. Das war natürlich eine ideale Situation für den Deutschen Sprint-Meister Simon Stiebjahn, dem seine Teamkameraden taktisch klug den Boden für seinen Sprintsieg vorbereiteten. Im Sekundentakt kamen die Fahrer hinter Simon über die Ziellinie geschossen. Stefan als neunter mit 8 s Rückstand.

Kurzbericht

2014-09-14


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UCI O-Tour Bike Marathon Obwalden, Schweiz

Das Rennen in Alpnach im Kanton Obwalden gehört zur IXS Swiss Bike Classic Marathon Serie und gleichzeitig auch zu MTB World Serie. Wenn es sein Rennkalender erlaubte, hat Stefan daran teilgenommen, schließlich liegt Alpnach fast vor seiner Haustür. Mit ihm nahmen seine Teamkollegen Urs Huber und Thomas Dietsch am Rennen teil.

Stefan berichtet: „Seit etwa vier Jahren hat der Wettergott Gefallen an der O-Tour gefunden, und so war es auch 2014 ein perfektes Rennwetter. Relativ stressfrei ging es 8:15 Uhr los auf die 82 km und 3200 Hm. Mitte des Anstieges erhöhten Urs und Tom das Tempo und zogen alleine davon. Ich befand mich in der 2. Verfolgergruppe auf Platz 10. Im zweiten langen Anstieg fand ich einen guten Rhythmus und konnte mich bis auf Platz 7 noch verbessern. Kurz vor dem Gipfel schob sich Damian Perrin noch an mir vorbei aber in der schnellen ruppigen Abfahrt konnte ich wieder aufschließen. Auf den letzten Kilometern hatte Damian noch einen Defekt und so konnte ich ohne Zielsprint meinen 7. Platz halten.“

Thomas Dietsch hat das Rennen mit 8 s Vorsprung vor Urs Huber, der im Augenblick Gesamtführender der Serie ist, und Jérémy Huguenin gewonnen.

Kurzbericht

2014-09-07


Bild: Bulls

Deutsche Meisterschaft MTB Marathon. St. Ingbert
Alle vier deutsche Bullsfahrer nahmen an der diesjährigen Meisterschaft im Saarland teil. Das sollte sich als gravierender Vorteil herausstellen. Platz eins von Tim Böhme und die Plätze 5 bis 7 zeigen eine taktische Meisterleistung des Teams. Stefan berichtet:

Mit knapp über drei Stunden Rennzeit war es eine kurze Deutsche Meisterschaft aber bis zum Ende extrem spannend. Kurz nach dem Start setzte sich eine 9-köpfige Gruppe ab mit allen Bullsfahren, Markus Kaufmann, Hannes Genze, Jochen Käß, Robert Mennen und Torsten Marx. Gerade Torsten war sehr aktiv in der Anfangsphase bis ihn ein defekt am Hinterrad ausbremste. Dasselbe Schicksal ereilte kurz danach auch Hannes Genze. Mit nun 7 Fahren an der Spitze machten wir uns auf die zweite Runde. Die Rennstecke in St. Ingbert war sehr singletraillastig und gespickt mit kurzen steilen Anstiegen. Etwa 20 km vor dem Ziel begann das eigentliche Rennen. Simon und ich versuchten durch Attacken unsere Mitstreiter unter Druck zu setzen und zur Nachführarbeit zu zwingen. Dadurch wollten wir Tim und Karl das Finale vorbereiten. Im letzten Anstieg setzten sich dann Tim, Markus und Jochen ab. Die letzten km vor dem Ziel waren sehr verwinkelt und es gab kaum eine Chance zu überholen. So konnte Tim einen Fahrfehler von Markus ausnutzen und übernahm die Spitze, welche er nicht mehr abgab. Ich ging das Schlusstempo nicht mehr mit, rollte aber zufrieden mit meiner Leistung und happy über Tims Sieg, als 7. ins Ziel.“
Vizemeister wurde Markus Kaufmann vor Jochen Käß, Robert Mennen, Karl Platt, Simon Stiebjahn und Stefan.

Jubiläum

2014-08-21

Vor 20 Jahren, oder wie alles begann

Der 21. August 1994 war ein schöner Sommertag und für Stefan, kurz vor seinem 18. Geburtstag, ein denkwürdiger Tag, zumindest aus heutiger Sicht. Sein erstes MTB-Rennen sollte an diesem Tag stattfinden. Adelmannsfelden, wo das Hobbyrennen ausgetragen wurde, ist ein kleiner Ort im Ostalbkreis am Rande der Schwäbischen Alb.

Stefan erinnert sich: „Im Frühjahr 1994 erwarb ich mein erstes Mountainbike. Ein rotes Wheeler 3000, das ich im örtlichen Radladen von Robert Dorn "abarbeiten" durfte.

Nach vielen Touren, Training konnte man das damals noch nicht nennen, rund um Mössingen und meiner Geburtsstadt Kirchheim/Teck ermunterte mich Peter Kronowiecki, doch einmal ein kleines Rennen zu fahren. Da gab es so ein Hobby-Rennen in Adelmannsfelden bei dem die ganze Kirchheimer Truppe am Start war.

Kurz und gut, ich beschloss das Rennen zu fahren ohne zu wissen, welche Folgen dies hatte.

Es galt am 21.8.1994 die Wahnsinns-Distanz von 11,4 km auf einem Rundkurs mit ca. 100 m Höhendifferenz zu bewältigen. Soweit ich mich erinnern kann, ging es hauptsächlich über Wiesen und ein kleines Waldstück mit einem Trail. Ich war extrem aufgeregt vor dem Rennen und wusste gar nicht wie ich mit dieser Situation klar kommen sollte. Der Start erfolgte und alle rasten los. Der Lokalmatador, ich glaube er hieß Michael Öxler, fuhr vorneweg und ich folgte ihm am Hinterrad. Nach der zweiten Runde war ich plötzlich alleine unterwegs. Ich hatte nicht einmal bemerkt wo er abgeplatzt ist und so fuhr ich weiter in Richtung Ziel. Ich gewann mein erstes Rennen in der Junioren Hobbyklasse, doch keiner hatte es richtig bemerkt, weil alle auf den Lokalmatador warteten. Erst nachdem meine Mama dem Kampfgericht einen Tipp gab, wurde mein Sieg offiziell bestätigt. Die Rennzeit betrug, glaube ich etwa eine halbe Stunde und ich war fix und fertig, aber glücklich.

Seitdem hat sich einiges verändert und weiterentwickelt. Was mir geblieben ist, ist das nervöse fast lähmende Gefühl vor jedem Rennen, und ich liebe es!“

Aus der damaligen Zeit sind nicht mehr viele Weggefährten im MTB-Sport aktiv, genau gesagt ist es nur noch einer, Thorsten Marx, der mit Stefan im Team Dorn begann, das dann später zum Team Albgold wurde.

Kurzbericht

2014-08-17

Vaude Trans Schwarzwald

Bei der diesjährigen 9. Trans Schwarzwald vom 13. - 17. August sind 348 km Distanz und 10800 Hm zu überwinden.

Für Stefan ist es die vierte Teilnahme. Das Rennen 2008 gewann er mit Teampartner Karl Platt und das Rennen 2009 in der Einzelwertung. 2010 wurde Partner Karl Platt krank und die beiden konnten nicht starten.

In diesem Jahr fahren Stefan und Simon Stiebjahn vom Team Bulls als Einzelfahrer, Zweierteams gibt es ja nicht mehr.

Stefans Fazit: „Alles in allem war es trotz Regen und Streckenmanipulation eine gute Rennwoche im Schwarzwald. Jetzt liegt der Schwerpunkt erst einmal auf Regeneration, um dann fit das letzte Highlight der Saison 2014 anzugehen: Die Deutsche Meisterschaft am 7.9. in St. Ingbert.“

 

Etappe 5: Sasbachwalden – Offenburg

Stefans Bericht: „Strahlend blauer Himmel und Sonne schickte uns auf die letzte Etappe von Sasbachwalden nach Offenburg. Bedingt durch die knappen Abstände im Gesamtklassement der ersten 4 ging es gleich zur Sache. Am 13 km langen 2. Anstieg der Tages wurde es mir zu schnell vorne und ich musste mein eigenes Tempo fahren. Mit zwei Leidensgenossen machte ich mich auf die Verfolgung der Spitzengruppe. Ich hatte gehofft in der Abfahrt wieder heranzufahren aber diese war nicht technisch genug. So waren wir im anschließenden Flachstück auf uns allein gestellt und rasten zu dritt in Richtung der letzten Hürden des Tages. Die Spitzengruppe war mehrere Male in Sichtweite aber wir kamen nicht mehr heran. Ein paar kurze, sehr steile Anstiege durch die Weinberge gefolgt von einem langen Berg waren noch zu bewältigen. Dort trennte sich auch unsere kleine Gruppe und ich fuhr die letzten 12 km alleine in Richtung Ziel. Etwas enttäuscht rollte ich dann in Offenburg als 13. über die Ziellinie.“


Bild: Bulls
Ungeplantes Etappenende

Etappe 4: Bad Rippoldsau – Sasbachwalden

Die vierte Etappe verlief ungeplant. Ein paar Dummköpfe hatten Streckenmarkierung entfernt, sodass die Etappe nicht regulär beendet werden konnte.

Stefans Bericht: „Auch die 4. Etappe begann wolkenverhangen, regnerisch und kalt. Schon auf den ersten Metern hatte ich Probleme und das drückte natürlich auch auf die Moral. Ich versuchte mich zurück zu kämpfen und konnte mit einer kleinen Gruppe auf einem Flachstück wieder aufschliessen. Schon am nächsten Berg war es wieder vorbei und ich versuchte meinen eigenen Rhythmus zu fahren. Nach einer langen Abfahrt mit ein paar technischen Teilstücken ging es durch die erste Verpflegung und die Sonne zeigte sich. Mit jedem Grad, das es wärmer wurde gingen mir die Beine auf und ich fühlte mich deutlich besser. Natürlich war der Zug nach vorne schon längst abgefahren aber dennoch versuchte ich ein ordentliches Rennen zu fahren. Nach einem steilen ruppigen Anstieg ging es in die ebenfalls ruppige Abfahrt. Auf einem Querweg tauchte vor mir eine Ansammlung von Rennfahrern und Führungsmotorrädern auf, die wild am diskutieren waren. Offenbar hatte sich die Spitzengruppe verfahren, weil einige der Schilder verstellt bzw. ausgerissen wurden. Immer mehr Fahrer sammelten sich im Trail und dann fuhren wir weiter bis zur nächsten Hauptstrasse um mit Rennleiter Rik Sauser die Lage zu besprechen. Am Ende einigten sich alle darauf, die Zeiten der 2. Verpflegung als finales Ergebnis zu werten und den Rest der Etappe zu neutralisieren. So rollten wir mehr oder weniger gemeinsam bis nach Sasbachwalden, welches uns mit Sonnenschein empfing.“


Bild: Bulls

Etappe 3: Freudenstadt – Bad Rippoldsau

Stefans Bericht: „Simon gewinnt die Königsetappe mit einem fulminanten Soloritt über 45 km.
Doch jetzt erst mal von Anfang an. 68 km und 2450 Höhenmeter standen bei der heutigen Königsetappe auf dem Programm. Das Wetter war wie vorhergesagt kalt und regnerisch. Leider machen mir diese Verhältnisse im Moment sehr zu schaffen und ich hatte vom Start weg Probleme das hohe Tempo mit zu gehen. Zwar konnte ich noch einmal in einem technischen Downhill nach vorne aufschließen aber schon am nächsten Anstieg musste ich wieder abreißen lassen. Schade, das war es für heute und ich quälte mich die letzten 20 km mehr oder weniger alleine ins Ziel. Mehr wie Platz 14 und ca. 8 min Rückstand war leider nicht drin heute. Jetzt hoffe ich auf höhere Temperaturen für die morgige Etappe.“

Durch den Sieg von Simon wurde auch die Rangfolge der Gesamtwertung durcheinander gewirbelt. Markus Kaufmann trägt jetzt das Führungstrikot vor Simon Stiebjahn und und dem bisherigen Führenden Jochen Käß. Stefan steht momentan auf Rang 8.

Bild: Bulls

Etappe 2: Bad Wildbad – Freudenstadt

Stefans Bericht: „Die heutige Etappe war schnell und geprägt von großen Gruppen und Ausreißversuchen. Etwa nach der Hälfte griff Uwe Hardter an, das Feld reagierte nicht und er konnte zeitweise bis zu zwei Minuten herausfahren. Ab der dritten Verpflegung, kurz vor dem letzten langen Anstieg des Tages verschärfte dann Markus Kaufmann das Tempo und Uwes Vorsprung schmolz schnell dahin. Kurz vor der Kuppe war er wieder eingefangen und die Attacken begannen erneut. Ich musste ein paar mal abreißen lassen, konnte mich aber dann doch wieder in die ca. 20 köpfige Spitzengruppe zurück kämpfen. Die letzten Kilometer waren extrem schnell und ein Singletrail kurz vor dem steilen Schlussanstieg zog die Gruppe weit auseinander. Am Ende reichte es für Platz 13 für mich und Platz 9 für Simon. Morgen kommt eine schwere Etappe mit steilen Anstiegen und es wird wohl grössere Abstände geben.“

Bild: Bulls

Etappe 1: Pforzheim – Bad Wildbad

Stefans Bericht: „Das war mal eine schnelle Etappe heute. Schon die ersten Kilometer durch die Stadt Pforzheim waren rasant und dies blieb auch so bis zum Ende. Am ersten Anstieg setzte sich eine 6er Gruppe ab, leider ohne mich. Ich kämpfte in der zweiten Gruppe um den Wiederanschluss an die Spitze. Die Spitzengruppe zerbröckelte noch und sowohl Simon Stiebjahn als auch Uwe Hardter mussten abreißen lassen. Mit etwa 12 Fahrern versuchten wir den Abstand zu verkürzen, kamen sogar wieder heran aber am nächsten Anstieg begann erneut die Auslese. An der letzten Verpflegungsstelle hatten wir ca. 1:40min Rückstand und nahmen den letzten Anstieg des Tages in Angriff. Es gingen einige Attacken aber kein Fahrer konnte sich richtig absetzen. Die Spitzengruppe bestand mittlerweile nur noch aus drei Fahrern, Tiago Ferreira, Markus Kaufmann und Jochen Käß.

Dahinter war eine ca. 10 Mann starke Verfolgergruppe mit Simon und mir. Es ging die letzte Abfahrt nach Bad Wildbad hinunter, zum Teil extrem schnell und bedingt durch Regen und schlechte Sicht auch noch recht riskant. Die letzten 2 km gingen dann durch den verwinkelten Kurpark bis ins Ziel. Am Ende sprinteten Simon und ich auf Platz 7 und 6.“

Kurzbericht

2014-08-10




Bilder: Sportograf/Bulls

Sigma Sport Bike Marathon Neustadt

Der Marathon in Neustadt an der Weinstraße ist eigentlich der Hausmarathon von Karl Platt, der das Rennen erwartungsgemäß im Sprint vor Hannes Genze für sich entscheiden konnte. Stefan berichtet:

Deutschlands schönste Marathonstrecke lockt mich jedes Jahr wieder in die Pfalz. Die 56 km lange Runde muss zweimal gefahren werden und das Höhenprofil gleicht einem Sägeblatt. Kurze Anstiege mit zum Teil recht technischen Passagen gefolgt von knackigen Singletrail Abfahrten sind die Spezialität des Pfälzer Waldes.

Der Regen in der Nacht vor dem Rennen hatte die eh schon recht ausgewaschene Strecke noch etwas anspruchsvoller gemacht und das Klima hatte schon etwas dschungelmäßiges. Es war feuchtwarm und Nebelschwaden zogen durch den Wald als wir uns auf die 103 km machten. Der Start war recht verhalten und dennoch setzte sich eine 8er Gruppe ab mit allen Favoriten. Darunter auch meine Teamkollegen Karl, Tim und ich. Ich fühlte mich etwas müde und verlor in einer Laufpassage den Anschluss an die Spitzengruppe. Kurz zuvor musste Tim das Rennen durch einen Defekt leider schon vorzeitig beenden. Ich kämpfte mich alleine weiter und ging als 8. in die zweite Runde. Meine Beine wurden so langsam besser und ich konnte einen guten Rhythmus fahren. Nach und nach kamen mir die Fahrer aus der ehemaligen Spitzengruppe entgegen und am Ende freute ich mich über Platz 4 im Ziel. Das lief doch besser als erwartet und jetzt geht es weiter mit der Trans Schwarzwald, die am Mittwoch in Pforzheim beginnt.“

Eine Familienpremiere gab es auch. Stefans Ehepartnerin Bettina bestritt ihr erstes MTB-Rennen und holte sich gleich den 8. Platz auf der 56 km Runde in der Hobby-Klasse.

Kurzbericht

2014-08-03 StS



RHEINPOWER 24 Stunden von Duisburg

Einige Mitarbeiter der ZEG hatten sich vorgenommen, dieses Jahr am 24h Rennen in Duisburg teilzunehmen. Eine bunt gemischte Truppe aus Designern, Produktmanagern, Ingenieuren hatte beim Profi Team nach Verstärkung gefragt und ich habe mich spontan dazu entschieden, das Achter-Team zu unterstützen.

Duisburg geniest in der 24h Rennszene einen guten Ruf nicht nur wegen der guten Organisation, sondern hauptsächlich wegen der Streckenführung durch den Landschaftspark mit seinen großen stillgelegten Industriebauten, durch die früher glühendes Eisen floss.

Nach der langen Anreise mit der Bahn ging es erst einmal ins Fahrerlager um die Bulls Burg für den nächsten Tag zu errichten. Danach waren wir alle bei Gisela Nagel zum Grillen eingeladen. Frau Nagel ist ZEG Händlerin und hatte uns angeboten, die Verköstigung fürs Wochenende zu übernehmen. Nebenbei betreute sie auch noch zwei eigene Teams. Soviel vorweg, es mangelte uns an nichts und wir wurden wirklich sensationell versorgt.

Leider hatten wir kurzfristig einen Ausfall im Team zu verbuchen und mussten mit nur 7 Fahrern klar kommen.

Die Zeit vor dem Start verbrachten wir mit den allgemeinen Vorbereitungen wie Materialcheck, Startnummern Montage und Streckenbesichtigung.

Pünktlich um 12:00 Uhr ging es los in die erste Einführungsrunde. Die ersten Runden sollte ich übernehmen und es war heiß und extrem staubig. Danach gingen wir in den normalen Wechselrhythmus über und es lief ganz gut. Allerdings zogen schon bald dunkle Wolken auf und das Rennen wurde aufgrund einer Unwetterwarnung für ca. 4 Stunden unterbrochen. Starker Wind und heftiger Gewitterregen sorgten dafür, dass es kurz recht ungemütlich wurde.

Um 19:30 Uhr wurde das Rennen wieder gestartet und wir konnten wieder Vollgas geben. So langsam wurde es dunkel und die Kulisse veränderte sich spektakulär. An sämtlichen Schornsteinen, Brücken und anderen Stahlgebilden waren farbige Leuchten angebracht und sorgten für eine tolle Atmosphäre im Landschaftspark.

Unser Rennen verlief sehr gut und wir konnten uns beständig unter den ersten 5 der Achterteams behaupten und sogar die Führung in der Firmenwertung übernehmen. Bis in den frühen Morgen zogen wir unsere Runden auf der Strecke bis uns ein Reifendefekt viel Zeit kostete. Danach lagen wir mit 4 min Rückstand an zweiter Stelle der Firmenwertung und wollten diesen natürlich wieder wett machen. Ich legte eine kleine Sonderschicht ein und konnte uns wieder an die erste Stelle bringen. In den letzten zwei Stunden des Rennens war es ein Schlagabtausch zwischen dem Fahrradies Team und unserem Bulls Black Adder Team. Die Führung wechselte ständig hin und her. Die letzte Rennstunde hatte es in sich. Das Konkurrenzteam hatte sich abgesetzt und lag mit ca. 1min vor uns. Wir beschlossen, dass ich die letzten verbleibenden Runden übernehme, um uns wieder an die erste Position zu bringen. Es wurde ein packendes Finale, auch weil es im Schlussgetümmel nicht einfach war sich zu orientieren. So kam es nach 24 Stunden quasi zum "Fotofinish" und ich konnte unser Bulls Black Adder Team mit etwa 1 min Vorsprung noch an die Spitze der Firmenwertung fahren.

Platz 1 in der Firmenwertung, Platz 5 der Achter-Teams und Platz 9 aller Teams war unser Ergebnis.

Vielen Dank an Axel, Sören, Gerrit, Hendrik, Stephan und Johannes für ein cooles Rennwochenende.

Kurzbericht

2014-07-26

Craft BIKE Transalp powered by Sigma

Die 17. Ausgabe der Transalp führt von Oberammergau nach Riva del Garda. Zum ersten Mal in 7 Etappen über 600 km und 18000 Hm. Etwas über 500 Zweierteams sind am Start. Stefan bildet wieder mit Thomas Dietsch das Team Bulls 2. Mit dabei sind Karl Platt und Urs Huber.

Stefan hatte zusammen mit Karl Platt 2007, 2008 und 2010 die Transalp gewonnen. Seither gab es keinen Sieg mehr für Bulls. Karl Platt und Urs Huber haben dieses Jahr die reale Chance das zu ändern. Stefan und Thomas werden das Ihrige dazu beitragen.

 

Vor 10 Jahren bestritt Stefan seine erste Transalp 2004, die mit dem 3. Gesamtplatz endete. Sein damaliger Partner war Jochen Käß, der heutige Mit-Gewinner der Transalp 2014. Gewonnen hatte 2004 übrigens Karl Platt zusammen mit Mannie Heymanns. Karl Platt, Carsten Bresser und Stefan waren die ersten Fahrer, denen zwei Gesamtsiege in aufeinanderfolgenden Jahren gelang. Seit heute gehören zu diesem Kreis auch Jochen Käß und sein Partner Markus Kaufmann.

Die diesjährige Transalp verlief für Stefan und Karl Platt alles andere als wunschgemäß. Für sich gesehen sind ein 7. und ein 4. Gesamtrang eigentlich ordentliche Ergebnisse. Vom Anspruch her, den beide Teams hatten, sieht das natürlich anders aus.


Bild: Bulls

Etappe 7: Trento – Riva del Garda

In strömendem Regen 63 km nach Riva del Garda. Das war die 7. und letzte Etappe der Transalp. Stefan: „So einen Dauer-Regen habe ich bei einem Rennen noch nie erlebt. Das Wasser floss in Sturzbächen den Berg hinab. Heute hatte ich zum ersten Mal keine Probleme mehr und konnte gut fahren. Karl ging es gleich im ersten 1400 Hm-Anstieg überhaupt nicht gut. Tom und ich haben ihn dann bis zum Gipfel begleitet, was einige Zeit beanspruchte. In der Abfahrt haben wir ihn allerdings verloren weil er sich verfahren hatte.“

Der 7. Platz in dieser Etappe ist auch gleichzeitig der 7. Gesamtrang für Stefan und Thomas Dietsch. Karl Platt musste heute schwer leiden, sein 4. Gesamtrang war aber nicht in Gefahr.

Etappe 6: Kaltern - -Trento

Die 98 km lange Strecke bestand aus einem großen Berg 1600 Hm hinauf und wieder herunter und einem anschließenden kleineren mit 500 Hm. Während auf den ersten Etappen Stefan kämpfen musste war es diesmal umgekehrt. Stefan: „Heute hatte Tom einen schwarzen Tag erwischt. Nach der Hälfte des ersten Anstiegs war er ausgelaugt und wir haben viel Zeit verloren. Erst am letzten Anstieg fand er wieder einen guten Rhythmus und wir konnten noch 4 Teams überholen. Mal wieder der 8. Platz für uns. Jetzt will ich nur noch nach Riva.“.

An der Gesamtwertung hat sich vorne nichts verändert. Kaufmann/Käß haben für die letzte Etappe einen komfortablen Vorsprung.

Etappe 5: Sarnthein – Kaltern

Die 67 km lange Strecke führte vom Start weg zunächst zum 1000 m höher gelegenen Stoanernen Mandln und dann 1800 Hm ins Tal nach Sarn. Danach nochmals 800 m Anstieg und wieder abwärts nach Kaltern.

Stefan berichtet: „In der langen Abfahrt konnten wir zu Uwe Hardter aufschließen. Im Tal war der Bahnübergang zu und viele Teams kamen wieder heran. Am nächsten Berg sind wir wieder gut weggekommen, haben uns aber verfahren und wieder Plätze verloren. Am Ende waren es 14 min Rückstand wovon 5 min auf das Konto der Bahn ging und 3 min für unseren Irrweg.“ Platz 9 und Gesamtrang 7 war das Ergebnis.

Karl Platt ging es heute nicht gut, ein Hinterraddefekt kostete ihn und Urs Huber den dritten Gesamtrang.

Etappe 4: Naturns – Sarnthein

Diese Etappe hatte es in sich. 73 km und 2646 Hm, davon ein einziger Berg mit 1700 Hm auf 20 km hinauf zur Vöraner Alm und einer anschließenden Abfahrt ins Sarntal brachten das Klassement an der Spitze gehörig durcheinander. Stefan und Tom kamen als Neunte ins Ziel, Karl Platt und Urs Huber als Vierte. Lakata/Hynek nach einem Hinterraddefekt abgeschlagen als Siebte und haben wohl keine Chance mehr auf den Gesamtsieg. Der scheint im Moment in greifbarer Nähe für die letztjährigen Sieger Kaufmann/Käß.

Etappe 3: Nauders – Naturns

Die Königsetappe, mit 100 km längste Etappe der Transalp, begann wieder im Regen, dann aber wurde es zusehends besser und die Sonne ließ sich gelegentlich blicken. Für Stefan lief es ähnlich wie in den vergangenen Tagen. Er musste mit seinen Kräften haushalten. Stefan und Tom erreichten als 8. das Ziel im italienischen Naturns. Karl Platt und Urs Huber erreichten als Dritte das Ziel mit moderatem Rückstand. Weiter an der Spitze bleiben Kaufmann/Käß und danach Lakata/Hynek.


Bild: Bulls, Aufwärmen

Etappe 2: Imst – Nauders

Heute Morgen, pünktlich zum Start öffnete der Himmel über Imst seine Schleusen. Die ganzen 97 km bis nach Nauders goss es in Strömen bei eisiger Kälte. Stefan: „Ich musste mir unterwegs Regenjacke und Regenhose geben lassen, sonst hätte ich vor Kälte nicht mehr weiter fahren können. Leid taten mir die Leute, die z. T. 8 Stunden in dem Regen fahren mussten.“ Viele andere, auch Karl Platt und Urs Huber hatten mit den Wetterbedingungen zu kämpfen. Sie mussten ihr Gelbes Trikot an Kaufmann/Käß abgeben. Stefan und Tom kamen als 10. ins Ziel.


Bilder: Veranstalter

Etappe 1: Oberammergau – Imst

Die erste Etappe mit 98 km und 2215 Hm hatte nur einen größeren Berg, das Marienbergjoch. Hier würde sich der Etappensieg entscheiden.

Stefan: „Mir ging es heute nicht gut. Dank Tom konnten wir lange in der Spitzengruppe mitfahren, aber mir war schon klar, dass ich das am Marienbergjoch nicht würde halten können. Dort haben wir ziemlich viel Zeit verloren.“
Am Ende stand der 8. Platz zu Buche. Für Karl und Urs war es ein Auftakt nach Maß. Im Sprint holten sie sich den Etappensieg vor Kaufmann /Käß.

Kurzbericht

2014-06-29


Bild: Sportograf/Bulls

UCI Marathon WM in Pietermaritzburg SA

Wie auch in den letzten Jahren holte sich Stefan in der Woche vor der WM eine Erkältung. Er schreibt: „Uff, war das ein schweres Rennen. Unter den Umständen bin ich zufrieden. Hab gekämpft und alles gegeben.“ Immerhin reichte es zu einem respektablen 19. Platz. Teamkollege Urs Huber musste wegen eines Reifendefekts mit dem 4. Platz Vorlieb nehmen. Simon Stiebjahn erreichte den 15. Platz und Thomas Dietsch den 22. Karl Platt und Tim Böhme mussten das Rennen abbrechen.
Neuer Weltmeister ist Olympiasieger Jaroslav Kulhavy, vor Alban Lakata und Christoph Sauser.

Kurzbericht

2014-06-08

ELSA Bike Trophy

In dem kleinen schweizer Dorf Estavayer-le-Lac am schönen Lac de Neuchâtel fand das Auftaktrennen der Schweizer MTB Marathon-Serie statt, ein Rundkurs von 60 km mit 1800 Hm.

Stefan berichtet: „Es war heiß, schnell und hat Spaß gemacht. Von Anfang an war das Tempo sehr hoch, es bildete sich gleich eine etwa 9-köpfige Spitzengruppe. Ich fühlte mich besser als erwartet und versuchte mich immer in den ersten drei Positionen aufzuhalten, auch weil es doch einige schöne Trails gab und es einfacher war, in den Abfahrten freie Bahn zu haben. Nach etwa 33 km kam die erste Attacke. Bei km 45 musste ich nach einer weiteren Tempoverschärfung die verbliebenen 6 Fahrer ziehen lassen. Christoph Sauser fuhr seinen 6. Sieg bei diesem Rennen ein und für mich war es am Ende der 7. Rang 5 s hinter Teamkollege Urs Huber.

Fazit: Ein cooles Rennen mit Cross Country ähnlicher Strecke und einer Fahrzeit von 2:28 h für mich.

Jetzt heißt es erst noch einmal Kraft tanken auf den schweizer Alpenpässen und den Feinschliff für die WM in Südafrika holen.“

Kurzbericht

2014-06-01

Raid VTT Les Chemins du soleil

Das Etappenrennen vom 29. Mai bis zum 1. Juni in den französischen Voralpen fuhr Stefan im Team zusammen mit Thomas Dietsch. Insgesamt waren es 4 Etappen mit 260 km und 9200 Hm im Auf und Ab zwischen 400 Hm und 1800 Hm. Es sollte eine gute Vorbereitung auf die Transalp werden, die Stefan zusammen mit Thomas fahren wird.




Bildergalerie
Bilder: Cyril Crespeau

Ungewöhnlich war schon die erste Etappe, eine Nachtetappe von 33 km Länge um die südfranzösische Stadt Gap herum. Mit Scheinwerfer, Stirnlampe und Notfallrucksack ging es auf die Piste, die Stefan und Tom in 1h32m, 4 min vor dem zweitplatzierten belgischen Team Deleat/Matthys, gewannen.

Die nächsten drei Etappen verliefen alle ähnlich. Team Bulls immer an der Spitze. Auf der zweiten Etappe holten sich Stefan und Tom eine kleine Blessur, Stefan zog sich einen grün-blau anlaufenden geschwollenen Ringfinger zu und Tom stürzte auf sein linkes Handgelenk. Die Beiden ertrugen dann die Schmerzen bis ins Ziel. Entschädigt wurden sie auf allen Etappen von der Landschaft und der Route. Stefan begeistert: „Die Streckenführung war spektakulär und gespickt mit genialen Singletrails und auf den Gipfeln wurden wir durch herrliche Panoramen belohnt“. Ebenso begeistert war Tom: „Das war ohne Zweifel der schönste Wettkampf meiner ganzen Karriere“.

Obwohl es sich Stefan und Tom nach der zweiten gewonnenen Etappe durchaus „gemütlich“ hätten machen können, kam das nicht infrage. So beendeten sie in dem kleinen Städtchen Die das Rennen als Gesamtsieger nach 15h34m mit über 1 Stunde Vorsprung vor den zweitplatzierten Belgiern.

Video-Interview

2014-04-22


Sollte ihr Browser das Video nicht darstellen können, klicken Sie bitte hier oder auf EpicTV

Auf EpicTV.com, einem französischen online Sport-Kanal, können Sie sich ein Video-Interview mit Karl Platt, Friedemann Schmude und Stefan über die großen Erfolge von Karl und Stefan beim Cape Epic ansehen. Das Interview wird garniert mit packenden Szenen aus den drei Siegesfahrten des Team Bulls. Klicken Sie auf das Bild oben.

Kurzbericht

2014-04-13

 

UCI MTB Marathon Series - Roc Laissagais

Bereits im letzten Jahr fuhr Stefan dieses Rennen in Südfrankreich bei Nässe und Kälte kurz nach dem Cape Epic. Mit dabei waren seine Teamkameraden Urs Huber und Thomas Dietsch.

Stefan berichtet kurz: „Das Rennen war schwer und ich glaube, ich bin immer noch etwas müde vom Cape Epic. Im Gegensatz zum letzten Jahr war es trocken und das Tempo sehr hoch von Anfang an. Ich war lange in einer großen Gruppe, musste aber leider bei km 60 ein paar der Fahrer ziehen lassen. Am Ende war es Platz 10 mit 14 min Rückstand auf den Sieger Paez. Urs hatte als Dritter schon einen Rückstand von 10 min. Ansonsten war es okey und hat Spaß gemacht.“

Kurzbericht

2014-03-30




Bildergalerie
Bilder: Sportograf/Bulls

Absa Cape Epic 2014

An der 11. Ausgabe des berühmtesten Etappenrennens der Welt nehmen wieder drei Bulls-Teams teil. Stefan fährt dieses Jahr zusammen mit dem französischen Marathonmeister Thomas Dietsch. Versammelt ist alles was in der Szene Rang und Namen hat.

Im letzten Jahr hat Bulls mit Platz 2,3 und 7 geglänzt. Dieses Jahr ist das Ziel noch höher gesteckt. Aber acht schwierige Etappen lassen nichts vorausplanen.
Cape Epic war auch dieses Mal für viele Überraschungen gut. Bulls mit Karl Platt/Urs Huber mussten wegen Karls Knieverletzung aufgeben. Thomas Dietsch hat sich 5 Tage lang krank durchgebissen. Nur bei Tim Böhme und Simon Stiebjahn lief alles ziemlich glatt.

Stefans Fazit: „Es war ein psychisch belastendes Rennen, zu viel Drama und auch das Wetter hat einiges durcheinander gewürfelt. Letztendlich unter diesen Umständen doch mit versöhnlichem Ausgang auch für mich und Tom.“
Gesamtergebnis:

1. Robert Mennen/Kristian Hynek, Topeak Ergon Racing Team
2. Christoph Sauser/Frantisek Rabon, Songo Specialized
3. Tim Böhme/Simon Stiebjahn, Team Bulls

9. Stefan Sahm/Thomas Dietsch, Team Bulls

Etappe 7: Elgin – Lourensford (69 km, 1800 Hm)

Eigentlich hätte die Etappe recht gemütlich sein können. Aber einige Teams hatten angekündigt, es heute nochmals krachen zu lassen. Vor allem der dritte Gesamtplatz geriet ins Visier der Begierde.
Stefan: „Das war nochmals eine kleine Zitterpartie heute.Tim hatte zu kämpfen. Wir waren immer knapp hinter ihm, konnten aber nie aufschließen, um ihn zu unterstützen. Tom und ich sind dann letztlich unserem eigenen Rhythmus folgend als 10. ins Ziel gefahren. Ich war froh zu hören, dass Tim und Simon den dritten Platz verteidigt hatten.“


Bild: Sportograf/Bulls

Etappe 6: Elgin (85 km, 1900 Hm)

Zum ersten Mal seit 5 Tagen konnte Tom wieder nahezu voll fahren. Verglichen mit davor ging es ihm richtig gut. Entsprechend konnten Stefan und Tom wieder vorne mitmischen. Am Schluss war der 6. Etappenplatz die verdiente Belohnung. Stefan: „Wenn wir nicht am Anfang eine gerissene Speiche gehabt hätten, wäre wohl noch mehr drin gewesen, aber zufrieden sind wir allemal.“

Simon Stiebjahn machte sich mit seinem 4. Platz selbst ein Geburtstagsgeschenk. Der dritte Podestplatz in der Gesamtwertung ist für Bulls 2 in greifbare Nähe gerückt.

Etappe 5: Greyton -The Oaks Estate (110 km, 2900 Hm)
Die schwerste Etappe des Cape Epic, die Königsetappe mit ihren zwei großen Bergen, war für Tom nicht einfach. Stefan: „Tom ging es überhaupt nicht besser und langsam mache ich mir Sorgen um ihn. Wir sind eigentlich nur noch heimgerollt, mal sehen wie es morgen weiter geht.“

Im Gesamtklassement stehen Tom und Stefan noch auf Platz 10. Bulls 2 konnte seinen dritten Gesamtrang verteidigen.

Etappe 4: Greyton (88 km, 1800 Hm)

Karl Platts Knieverletzung hat alle seine Hoffnungen zerstört. Karl musste bereits nach 5 km aufgeben. Bulls 1 ist bereits das vierte Team aus der Reihe der Titelaspiranten die keinen Podiumsplatz mehr erreichen können oder vorzeitig abbrechen mussten. Nur Tim Böhme und Simon Stiebjahn haben noch eine Chance auf die vorderen drei Plätze.
Toms Verfassung hat sich leider nicht verbessert, er kämpft immer noch mit Magenproblemen. Stefan: „Bei der heutigen Etappe konnten wir uns bis etwa zur Mitte in der großen Spitzengruppe halten. Als es dann schneller wurde mussten wir abreißen lassen. Tom ist ein unglaublicher Kämpfer, der nicht so schnell aufgibt. Ich schaue, dass ich helfen kann wo es nur geht.“

Stefan und Tom belegen jetzt Platz 10 in der Gesamtwertung. Tim und Simon Platz 3.


Etappe 3: Robertson - Greyton (134 km, 1800 Hm)

Statt des Regens war es der Gegenwind, der den Fahrern auf der längsten Etappe des Cape Epic mit zu schaffen machte.
Tom hatte die gleichen Probleme wie am Vortag, der Magen rebellierte. Stefan: „Tom kämpft sich durch. Erst auf den letzten 30 km ging es ihm besser. Wir fuhren in einer großen Gruppe den Führenden hinterher als Tom am Berg plötzlich Gas gab und wir uns tatsächlich etwas absetzen konnten. Den Vorsprung konnten wir bis ins Ziel halten“. Es reichte noch für den 10. Platz und den 9. Platz in der Gesamtwertung.
Karl Platt machte sein lädiertes Knie zu schaffen. Das Gelbe Trikot tragen jetzt Mennen/Hynek mit über 9 min Vorsprung. Die bisher konstant fahrenden Böhme/Stiebjahn erreichten Platz 4 der Gesamtwertung.
Pechvogel Hannes Genze erlitt einen Sturz mit einer üblen Schnittverletzung am Arm und musste ins Krankenhaus gebracht werden.

Die Etappe haben Sauser/Rabon im Sprint vor Kaufmann/Käß und Mennen/Hynek gewonnen.


Bild: Sportograf/Bulls

Etappe 2: Robertson (101 km, 1550 Hm)

Regen und roter Matsch prägten diese Etappe. Gegen Ende hörte der Regen auf und der Schlamm trocknete auf den Gesichtern und Körpern der Fahrer. Fans von Schlammkuren wären hier auf ihre Kosten gekommen.
Tom hatte mit gesundheitlichen Problemen von Anfang an zu kämpfen und konnte nicht so fahren wie er sich das vorgestellt hatte. Stefan: „Ich glaube, das war heute eine schwierige Situation für Tom. Eigentlich sind wir beide im Moment ziemlich gut drauf, schade, dass wir das noch nicht umsetzen konnten. Ein wenig Trost für uns ist, dass wir trotzdem auf Platz 11 kamen und im Gesamtklassement Platz 10 einnehmen. Morgen werden wir uns nicht überfordern damit sich Tom etwas erholen kann.“
Böse erwischte es die bisherigen Träger des Gelben Trikots Jochen Käß und Markus Kaufmann. Ein technischer Defekt warf die Beiden um 1¾ Stunden zurück.

Bulls 1 und 2 erkämpften sich Platz 2 und 3, womit Karl Platt und Urs Huber das Gelbe Trikot übernahmen.





Bilder: Veranstalter

Etappe 1: Robertson (113 km, 2450 Hm)

Regen, niedrige Temperaturen und vor allem Dornen auf und neben der Strecke prägten diese Etappe. Die kleineren Dornen auf den Wegen bohrten sich in die Reifen und ließen langsam die Luft entweichen. Stefan und Tom mussten allein dreimal anhalten und Luft nachpumpen. Platte Reifen waren bei den Teilnehmern weit verbreitet. Die Akazienbüsche am Rand der Wege mit ihren langen spitzen Dornen taten ein Übriges. „Meine Beine sind übersät mit roten Einstichlöchern“ erzählt Stefan und fügt hinzu „ich wollte da nicht in einer Kurve stürzen“.
Tom bekam zur Hälfte des Rennens Magenprobleme und musste Tempo herausnehmen. „Dafür haben wir uns mit unserem 9. Platz noch ganz gut gehalten“ meinte Stefan dazu.
Jose Hermida, der gestrige Etappensieger, hatte mit schweren gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Eine Stunde Rückstand auf die Sieger Käß/Kaufmann bedeutet aber für ihn das Aus im Kampf um einen Podestplatz. Für Bulls 1 lief es bis etwa 25 km vor dem Ziel hervorragend. Dann zog es Urs Huber den „Stecker“ und die beiden mussten ihre Führungsposition abgeben. Dafür lief es aber für Bulls 2 mit Tim Böhme und Simon Stiebjahn mit ihrem 4. Platz wunschgemäß.

 


Bild: Team Bulls

Prolog (23 km, 700 Hm)

Das Einzelzeitfahren war eher etwas für die Kurzstreckenspezialisten.

Start und Ziel lagen in Durbanville - Meerendal Wine Estate. Kurz nach dem Start führte die Strecke mitten durch ein Gebäude des Weingutes und eine breite Treppe hinab auf die eigentliche Strecke. Die Treppe hat es nicht gut gemeint, danach musste Stefan einen Platten flicken. Über eine Minute gingen verloren und mit dem Fahrrhythmus war es zunächst auch nicht mehr weit her. Mit Platz 14 war Stefan aber dennoch zufrieden. Zumal er und die ganze Mannschaft in den letzten Tagen mit Infekten oder Magen-Darmproblemen zu kämpfen hatte. Karl erwischte es als Letzten, so dass er mit seinem 6. Platz etwas haderte.

Aber „Morgen geht es erst richtig los“ war Stefans Kommentar. „dann stehen die 7 langen Etappen an und die Karten werden neu gemischt“.

Kurzbericht

2014-03-15 StS


Bild: Zoon Cronje

MTN National MTB Series Tulbagh, Südafrika

Der letzte große Test vor dem Cape Epic verlief gut und ich bin zufrieden mit meiner Form. Für südafrikanische Verhältnisse ging es recht spät los, erst um 7:30 Uhr morgens ertönte die Startsirene und wir wurden auf die 105 km Runde geschickt. Viele Teilstücke der Strecke kannten wir vom Cape Epic schon und ich wusste, dass es schwer werden würde. Das Tempo war von Anfang an recht hoch weil vor allem Karl aufs Gas drückte und so gab es schnell eine kleinere Gruppe, die sich nach 10 km auf einem schönen Singletrail in die Länge zog. Leider verlor ich den Anschluss nach ganz vorne und war erst einmal auf mich alleine gestellt. Ich fühlte mich ganz gut und begann die Aufholjagd. Das Mittelteil war relativ flach und ich hoffte, dass die Spitzengruppe nicht so sehr aufs Tempo drückte damit ich wieder aufschließen konnte. Simon hatte, wie ich auch, den Anschluss verloren und gemeinsam kämpften wir uns zurück nach vorne. In einem Trail verfing sich ein Ast in meinem Schaltwerk und ich musste kurz vom Bike um diesen zu entfernen, dummerweise war das kurz vor einem steilen Anstieg und so verlor ich wieder die Spitzengruppe. Bis etwa 15km vor dem Ziel kämpfte ich mich alleine weiter und dann sah ich Simon hinter mir und wartete kurz auf ihn, um dann gemeinsam das letzte Flachstück zu fahren. Allerdings wurde ich von ordentlichen Krämpfen geplagt und hab durch allerlei Verrenkungen auf dem Rad versucht diese wieder los zu werden. Die letzten 5 km kamen mir unendlich lang vor aber dann hatten wir es doch wieder geschafft und rollten zeitgleich auf Platz 6 über die Ziellinie.

Jetzt ist erst einmal Erholung angesagt und dann geht es ab nach Capetown und der Zirkus Cape Epic kann beginnen.

Kurzbericht

2014-03-01 StS

 

Trainingslager Februar

Das zweite große Trainingslager für die Saison 2014 ging wieder nach Südafrika aber dieses Mal mit voller Besetzung samt neuem Mechaniker Tobias Aplas.

Zum Auftakt stand gleich gleich ein dreitägiges Etappenrennen auf dem Programm. Das Tankwa Trek genießt einen guten Ruf unter den Rennfahrern und ist bekannt für seine genialen Singletrails durch atemberaubende Felsformationen.

Ich freute mich sehr auf dieses Rennen, auch deshalb, weil es für Tom Dietsch und mich ein guter Test war fürs ABSA Cape Epic. Dieses Jahr sind die Teams wieder neu zusammengestellt und die beiden "alten Haudegen" versuchen ihr Glück.

Leider begann es nicht wirklich gut für mich, denn nach der ersten Etappe musste ich krankheitsbedingt das Rennen beenden. Ich hatte wohl einen Virus mit nach Südafrika importiert, der dann dort erst richtig ausbrach. Nach zwei Tagen im Bett ging es wieder besser und ich konnte wenigsten das Training wieder aufnehmen.

Der Rest der zweiten Woche verlief wie geplant mit langen Trainingsfahrten auf den Trails in Wellington, Rhebokskloof (Paarl) und Jonkershoek (Stellenbosch)

Weiteres Rahmenprogramm war der Besuch von Videograf Wolfgang Watzke und Melanie Immel von Sigma Sport, die für den neuen ROX 10 einige Video- und Fotoaufnahmen mit dem gesamten Team Bulls machten. Karl und ich fuhren zusammen mit dem Sigma Sport Team noch einmal in die Tankwa Karoo für ein paar spektakuläre Bilder.

Kurzbericht

2014-01-18


Bild: Zoon Cronje

Fairview Attakwas Extreme, Südafrika

Nach zwei Wochen in Südafrika stand ein hartes Rennen an. Stefan berichtet:

Zum Abschluss des ersten Trainingslagers stand das "härteste Eintagesrennen Südafrikas" auf dem Programm. Nach 2011 sollte das mein zweiter Start bei diesem Rennen sein und ich hatte es noch recht gut in Erinnerung. 120 km und 2900 Hm sind nur ungefähre Anhaltspunkte um die Schwierigkeit zu bestimmen. Normalerweise kommt noch extreme Hitze, Wind und das typische raue Gelände der Karoo hinzu.

Die Startliste war recht beeindruckend und neben allen südafrikanischen Topfahrern hatten sich auch einige europäische Profis gemeldet. Natürlich auch alle 4 Bulls Fahrer die im Trainingslager waren sowie Manuel Fumic und Christoph Sauser.

Aufgrund der zu erwartenden Hitze war der Start doch ungemütlich früh um 6:30 Uhr. Wahrscheinlich war dies auch der Grund für einen doch verhaltenen Start oder der Respekt vor der Strecke die vor uns lag. Bald jedoch ging das Rennen zur Sache und vor allem Karl und Urs drückten aufs Tempo. Schnell hatte sich eine etwa 10-köpfige Spitzengruppe gebildet in der sich auch alle Bulls Fahrer befanden. Kurz nach der ersten Feedzone bei km 45 verschärften Urs und Karl das Tempo und Sauser konnte einigermaßen folgen. Langsam entfernten sich die drei von unserer Gruppe.

Mit fünf Mann fuhren wir weiter und nach ca. 15 km sahen wir einen kleinen weißen Punkt. Das war Karl, er hatten dem hohen Tempo nicht mehr folgen können und "wartete" nun auf unsere Gruppe. Bis etwa 12 km vor dem Ziel fuhren und arbeiteten wir gut zusammen. Karl, Simon, Erik Kleinhans, Frantisek Rabon (ex-Straßenprofi und Sausers neuer Cape Epic Partner) und ich befanden sich in dieser Gruppe. Am vorletzten Anstieg verschärfte Rabon das Tempo und nur Karl konnte ihm folgen. Ich versuchte die Lücke am Anstieg noch zu schließen aber meine Beine wollten nicht mehr. So fand der Kampf um Platz drei ohne mich statt. Zwischenzeitlich erfuhren wir von Vincent, dass Urs mit ca. 5 min vor Sauser das Rennen anführte.

Die restlichen Kilometer fuhren Simon, Erik und ich gemeinsam bis ins Ziel.

Am Ende kam der 6. Platz "zeitgleich" mit Erik für mich heraus und Simon wurde 7.

Sieg, 3. Platz und alle unter den top 7 ist wohl ein gutes Mannschaftsergebnis für das erste Kräftemessen in Südafrika. Jetzt heißt es weiter trainieren, die Form stabilisieren für den nächsten Schritt in Richtung Cape Epic.

Das zweite Trainingslager wird im Februar sein, unter anderem mit einem dreitägigen Etappenrennen, dem Tankwa Trek.“