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bringt Aktuelles rund um den Mountainbike-Sport und Stefans Aktivitäten

Aktuelles aus dem Jahr 2015

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Kurzbericht

2015-11-28








Bild: Volume Photography

Origin of Trails, Stellenbosch, Südafrika
Abschied vom Profi-Radsport

Das Origin of Trails ist ein zweitägiges Etappenrennen rund um Stellenbosch. Mit diesem Rennen verabschiedete sich Stefan vom Profiradsport. Sein Teamkollege und Freund Karl Platt fuhr mit ihm das Rennen wie in alten Zeiten. Hier ist Stefans Bericht:

Wie im letzten Jahr wollte ich mir das Singletrail-Spektakel rund um Stellenbosch nicht entgehen lassen. Zudem sollte es auch mein letztes Rennen als Profi in Südafrika werden und ein schöner Abschluss für die tolle Zeit hier.

Eigentlich wird das Origin of Trails nicht als Rennen beworben sondern mehr als End of Season Abschlussfahrt, doch das funktioniert eher nicht so gut. Sobald man eine Startnummer bekommt die einen Zeitnahme-Chip hat und es am Ende eine Siegerehrung gibt, wird in der Regel richtig Rennen gefahren.

Karl hatte sich kurzfristig dazu entschieden auch mit an den Start zu gehen und so sollte es ein schönes Rennen wie in alten Zeiten werden. Wir wollten den Spassfaktor hoch halten und am ersten der beiden Tage nicht allzu sehr aufs Tempo drücken. Wie nicht anders zu erwarten, ging es dann doch im Renntempo los und als die jungen Wilden sich abgesetzt hatten genossen wir die genialen Trails. Das Origin of Trails ist Mountainbiken pur und ein absoluter Traum, allerdings nur für erfahrene Biker, die technische Herausforderungen lieben.

Wir kamen dann gemeinsam als 5. und 6. ins Ziel, etwa eine Viertelstunde später als der Sieger Stephan Senekal, ein 19 Jähriger Lokalmatador.

Der zweite Tag versprach noch mehr Trails durch zum Teil noch nie befahrenes Land und ich war schon gespannt.

Wie am Tag zuvor begann das Rennen nach der neutralen Startphase. James Reid drückte ordentlich aufs Tempo und Karl und ich spielten mit. Nach dem ersten steilen langen Anstieg waren wir nur noch zu fünft unterwegs und stürzten uns den Bartinney Skyfall hinunter ins Banghoek Valley. Ein Trail der vom Winzer extra für seine beiden Söhne angelegt wurde und sich in unzähligen Spitzkehren den Weinberg hinter schlängelt. Danach ging es in hohem Tempo weiter und die Gruppe zerbröckelte noch mehr bis nur noch Karl, Stephan Senekal und ich übrig waren. Bis etwa 15 km vor Ziel schossen wir gemeinsam durch die Trails bis Stephan das Tempo nicht mehr mitgehen wollte oder konnte. Nach knapp 3 Stunden Rennzeit fuhren Karl und ich zusammen übers Ziel und beendeten das Origin of Trails als 2. und 3.

Das war ein sehr schöner Abschluss für die tolle Zeit in Südafrika die mich als Rennfahrer sehr geprägt hat.“

Rückschau

2015-11-01

War nur Radfahren

Wer hätte vor 21 Jahren, als Stefan zum ersten Mal ein MTB-Rennen bestritt, daran gedacht was daraus einmal werden würde. Erhard Goller blickt auf diese Jahre in einem kurzweiligen, fundierten Artikel in aCrosstheCountry.net auf seine unverwechselbare Art zurück.


Lesen Sie hier Stefan Sahms Blick zurück auf 22 Jahre Radsport

Kurzbericht

2015-09-13

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DM MTB Marathon Furtwangen. 120 km 3100 Hm

Für Stefan war das ein emotionaler Tag. Es war seine letzte Teilnahme an einer Meisterschaft und sein letztes Rennen auf deutschem Boden als Profifahrer im Team Bulls. Trotzdem hat er dieses Rennen sehr ernst genommen und seine ganze Kraft eingesetzt.

Von Anfang an war er in einer kleinen Spitzengruppe mit seinen Teamkameraden unterwegs. Das Tempo war so hoch, dass hier in diesem Jahr die schnellste jemals gefahrene Zeit gemessen wurde.

Etwa zur Mitte des Rennens kam Stefan noch als Erster über die Katharinenhöhe. Danach musste er aber den Jüngeren den Vortritt lassen. Sechs Minuten nach dem Sieger Karl Platt kam Stefan als neunter ins Ziel und komplettierte den Erfolg der Bullsfahrer.

Stefans Kommentar:
Die DM in Furtwangen sollte mein letztes Rennen als Profi werden und ich hatte ein gutes Gefühl dabei. Unser Team war sehr stark und das zeigte sich schon gleich nach der ersten 30 km Schleife.

Das Tempo war hoch und nach einer kurzen Verschnaufpause im Mittelteil kamen die entscheidenden Attacken der Favoriten. Simon war extrem aktiv und er war es auch, der die Führungs-Gruppe sprengte.

Es war ein grandioses Rennen für das Team Bulls und Karl wurde verdient Deutscher Meister mit Simon nur Zentimeter dahinter.

Meine letzten Kilometer als Profi waren schon sehr emotional und als mich im Ziel meine Frau Bettina und meine Tochter Elin empfingen war mir klar, jetzt ist es Zeit für etwas Neues. Der MTB-Sport hat mir soviel gegeben und ich konnte 20 Jahre lang meinen Traum leben.

Jetzt geht es erst einmal in die letzte Saisonpause und dann weiter für Bulls mit neuen Aufgaben.

Vielen Dank an alle, die mich in meiner aktiven Laufbahn begleitet, unterstützt und gefordert haben. Ganz speziell natürlich meine Familie und das Team Bulls.“



Ergebnisse: 1. Karl Platt, 2. Simon Stiebjahn, 3. Markus Kaufmann, 5. Tim Böhme, 9. Stefan, 10. Torsten Marx

Kurzbericht

2015-08-22


Bild: Sportograf.com

Grand Raid, CH. Verbier – Grimentz. 125 km, 5025 Hm

Allein die nackten Fakten des Grand Raids fordern Respekt und es ist sofort klar, das ist kein normaler Marathon.

Zum zweiten Mal nahm ich dieses Rennen in Angriff und es lief am Anfang ganz gut. Ich war mit der Spitze über den ersten Anstieg gekommen. Anschließend folgte eine rasend schnelle Abfahrt. In der setzten sich Karl und Urs ab und ich fiel zurück in die Verfolgergruppe. Ich versuchte gleich meinen Rhythmus zu fahren und hatte immer etwa 2-5 min Rückstand nach vorne. Etwa bei der Hälfte des Rennens am vorletzten Anstieg zum Mandelon kam plötzlich der Mann mit dem Hammer und ich konnte kaum noch Trainingstempo fahren. Der Rest bis ins Ziel über den Pas de Lona war nur noch Quälerei und ich kam nicht wirklich zufrieden als 18. ins Ziel nach Grimentz.“ berichtet Stefan kurz.

Ergebnisse: 1 Lucas Buchli, 2 Urs Huber, 3 Karl Platt, 6 Tim Böhme

Kurzbericht

2015-08-09



SIGMA SPORT Bike Marathon, Neustadt

Die 90 km lange Strecke mit 2450 Hm bestand aus zwei Runden mit Start und Ziel auf dem Marktplatz in Neustadt an der Weinstraße.

Stefan hatte am Tag vorher das neue Reifensystem Procore von Schwalbe erhalten und wollte das System in Neustadt testen. Das Zweikammersystem besteht, vereinfacht gesagt, aus zwei Reifen. Der innere Teil ähnelt einem Straßenradreifen mit hohem Druck und der äußere Teil ist ein leichter MTB-Reifen mit niedrigem Druck. Damit wird dem System eine erhöhte Sicherheit und Stabilität bei Druckverlust in der äußeren Kammer verliehen. Man erkauft sich diese Vorteile durch einen höheren Preis und ein höheres Gewicht. Für Stefan verlief der Test erfolgreich. Auf den letzten 15 km verlor der Reifen langsam an Luft. Im Normalfall hätte das eine Reparatur zur Folge gehabt. Nicht so beim Procore; auch bei schwindendem Druck ließ sich der Reifen noch unter Rennbedingungen fahren und belohnte seinen Fahrer mit dem Sieg. „Ein cooles Teil“ war Stefans Fazit.

Mit am Start waren Karl Platt und Tim Böhme. Damit war schon klar, dass die Bulls-Fahrer, bei normalem Rennverlauf, die Podestplätze wohl komplett besetzen würden. So kam es denn auch. Stefan berichtet kurz:

Heute rollte der Bulls-Zug mit Volldampf über die pfälzer Singletrails. Schon ab Mitte der ersten Runde waren wir nur noch zu Viert an der Spitze unterwegs. Karl, Tim, Sören Nissen und ich bildeten die Spitzengruppe. Bald konnte Sören nicht mehr folgen und wir fuhren zu Dritt in hohem Tempo dem Ziel entgegen. Nach den technischen Abfahrten musste ich immer wieder Löcher zu meinen Kollegen stopfen, die mit ihren Fullys deutlich schneller bergab fahren konnten als ich mit meinem Hardtail. Heute hätte jeder von uns den Sieg davontragen können. Ich kam gerade mal 1 s vor Karl und Tim durchs Ziel.
Das war mal wieder ein Rennen mit hohem Spaßfaktor, einem guten Gefühl in den Beinen und auf dem Rad.““

Kurzbericht

2015-08-02

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MAGURA 24h von Duisburg

24 Stunden Rennen sind heiß begehrt, zumindest dasjenige von Duisburg. Die Startplätze waren innerhalb von Minuten nach der Eröffnung vergeben. Der Veranstalter: „Die gehen weg wie warme Semmeln“.

Das Bulls Black Adder Team, ein 8er Firmenteam, bestand aus sechs Mitarbeitern der ZEG aus dem Verwaltungsbereich und den Bulls-Profis Simon Stiebjahn und Stefan. Das Team hatte im letzten Jahr, noch ohne Simon, die Firmenwertung gewonnen und wollte die natürlich in diesem Jahr verteidigen.
Auf der 8,5 km langen Rundstrecke im Landschaftspark Nord in Duisburg mussten soviel wie möglich Runden gedreht werden. Der Landschaftspark ist ein riesiges zum Museum umgewidmetes Industriegelände der 1985 stillgelegten Meidericher Eisenhütte mit allen jetzt frei zugänglichen Anlagen die damals in Betrieb waren. „Irgendetwas Vernünftiges mussten wir mit dem Zeugs ja machen“ erläuterte ein Einheimischer.

Die Strecke führte auf staubigen Wegen z. T. mitten durch die alten, nachts illuminierten, Industriebauten hindurch. Die Solo-Fahrer waren nach 24 Stunden pausenlosem Pedale treten von oben bis unten mit festgebackenem Staub überzogen. Für die Teamfahrer gab es mehr oder weniger Pausen, aber zum erholsamen Schlaf hatten sie keine Zeit.

Im Bulls-Zelt standen Liegen, in die sich die ruhesuchenden Fahrer in ihre Decken verpacken konnten, Tische voll mit Esswaren und Getränken und eine kleine Küche. Frau Nagel, die drei Radläden betreibt, und ihre Mitstreiterin hatten stets den Überblick und versorgten die Bulls-Fahrer und ihr eigenes Frauenteam perfekt.

Für das Team verliefen die 24 Stunden ohne Probleme. „Nachts hatte ich eine überraschende Begegnung, bei einer rasanten Schussfahrt tauchte plötzlich im Lichtkegel der Fahrradlampe ein Hase auf. Zum Glück für mich und ihn hat er es gerade noch knapp geschafft über den rutschigen Weg zu schlittern bevor ich ihn überfahren hätte“ erzählte Stefan.

Simon fuhr die letzte der insgesamt 79 Runden. Er hatte in der Nacht eine längere Pause eingelegt und holte in dieser Runde alles aus sich heraus was möglich war. Mit einer Rundenzeit von 14:44 min fuhr er die schnellste Runde aller Fahrer. Das führte allerdings zu einiger Aufregung. Der sicher geglaubte Gesamtsieg war nach den Ergebnislisten plötzlich weg. Im Rennbüro stellte sich dann heraus, dass die Auswertungssoftware Rundenzeiten unter 15 min einfach unterschlägt, weil die angeblich nicht vorkommen können. Natürlich wurde der Fehler korrigiert und die Titelverteidigung war perfekt.

Kurzbericht

2015-07-11

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21. Albstad Marathon. 83 km, 2000 Hm

Für Stefan war es der erste Albstadt Marathon seit 2009 mit veränderter Streckenführung. Mit von der Partie waren Karl Platt und Tim Böhme vom Team Bulls. Bilderbuchwetter und hohe Temperaturen ließen den Schweiß nur so rinnen. „Die Strecke ist ausgesprochen schnell und hat ein paar fiese Anstiege“ stellte Stefan nach einem ersten Training auf der Strecke fest. Gleich nach dem Start ging es auch sofort zur Sache. Kaufmann, Käss, Pfrommer und Platt schossen davon. In der zweiten Gruppe folgten Böhme, Hardter, Weber und Stefan. Als die erste Gruppe weit genug weg war, begannen Tim Böhme und Sascha Weber sich abzusetzen. Stefan folgte ihnen später nach. Ab der zweiten Hälfte des Rennens war er dann alleine bis ins Ziel unterwegs.

Ergebnisse: 1. Markus Kaufmann, 2. Jochen Käss, 3. Karl Platt, 4. Tim Böhme, 7. Stefan.

Kurzbericht

2015-06-27


Bild: BULLS/Alfons Bens

Marathon WM

Im wunderschönen Südtirol, von Wolkenstein aus, ging es in einem Rundkurs 87 km und 4700 Hm um die Sella- und Langkofel- Gruppe herum. Die Profi-Fahrer werden aber kaum Augen für die landschaftlichen Reize gehabt haben. Zu sehr dürften sie mit den andauernden Anstiegen und Abfahrten beschäftigt gewesen sein. „Die Strecke ist absolut mörderisch und jede Schwächephase bezahlt man mit vielen Minuten Rückstand“ beschreibt Stefan die Situation. „Obwohl die Vorbereitungen krankheitsbedingt etwas holprig liefen hatte ich mir doch mehr erhofft als Platz 58. Das Ergebnis muss ich jetzt erst mal abhaken.“

Ergebnisse: 1. Alban Lakata, 2. Christoph Sauser, 3. Hector Paez

Kurzbericht

2015-06-20

Protective BIKE Four Peaks

Das viertägige Etappenrennen ist eine Nachfolgeveranstaltung der früheren Trans Germany. Inzwischen findet das Rennen ganz in Österreich statt und geht über 270 km mit fast 9000 Hm. In diesem Jahr nehmen über 800 Fahrerinnen und Fahrer teil.


Bild: Veranstalter

Etappen #3, #4.

Etappe 3 wartete mit dem längsten Anstieg des Rennens auf. 1300 Hm gleich vom Start weg. Wunschgemäß verliefen die Etappen nicht. Platz 17 und 18 waren nicht gerade das was sich Stefan vorgenommen hatte.

Nach 4 Tagen in den Kärntner Alpen musste ich feststellen, dass doch noch einiges fehlt, um vorne mitfahren zu können. Die knapp zwei Wochen Krankheit im Vorfeld haben wohl noch ihre Spuren hinterlassen.
Alles in allem war es eine tolle Veranstaltung mit schönen und schweren Etappen, die alles boten was Mountainbiken ausmacht.
Nun geht es weiter nach Wolkenstein zur Marathon WM. Ich hoffe, dass mir die BIKE Four Peaks den richtigen Schubs gegeben hat“, zieht Stefan Bilanz.

Gesamtwertung: 1. Juri Ragnoli (I), 2. Christoph Sauser (CH), 3. Uwe Hochenwarter (A), 5. Karl Platt, 13. Stefan


Bild: Veranstalter

Etappe #2. Kleinkirchheim – Hermagor. 91 km, 1970 Hm

Heute ging es mir am Anfang bergaufwärts ähnlich wie gestern. Erst in der langen Abfahrt und dem anschließenden Flachstück habe ich mich in die Spitzengruppe zurückgekämpft. Am Schluss war ich kurz zu zögerlich und bin den Führenden nicht gleich in den Schlussspurt gefolgt, so dass letztendlich eine Lücke von 50 s auf den Sieger entstand.“, resümiert Stefan kurz.
Calle Friberg gewann den Zielsprint hauchdünn vor Christoph Sauser und Uwe Hochenwarter. 50 s später kamen Karl Platt und Stefan zusammen auf den Plätzen 12 und 13 ins Ziel.

Bild: Veranstalter

Etappe #1. Bad Kleinkirchheim. 49 km, 2350 Hm

Stefan berichtet: „Das war heute die schwerste Etappe. Direkt vom Start weg ging es gleich 1000 Hm bergauf. Die nachfolgende 1300 Hm-Abfahrt war ruppig und forderte hohe Konzentration. Nach einer kurzen Schleife um den See ging es direkt in den nächsten 1000 Hm-Anstieg. Meine Beine fühlten sich nicht schlecht an und ich konnte konstant den Anstieg fahren. Ein paar Plätze konnte ich da noch gut machen, doch der Abstand zur Spitze war schon groß.“

Etwas überraschend gewann der Italiener Juri Ragnoli vor Christoph Sauser, der mit angeknacksten Rippen fuhr, und Uwe Hochenwarter.
Stefan landete auf dem 13. Platz und Karl Platt auf Platz 8.

Kurzbericht

2015-05-23


Bilder: Bettina Sahm

2015 Western Cape MTB XCO Championships

Das XCO-Rennen hat Stefan kurzfristig in seine Rennliste aufgenommen, zumal es quasi direkt vor seiner Haustür in Stellenbosch stattfand. Es entspricht ungefähr unseren Landesmeisterschaften. Auch der Schweizer Konny Looser, wie Stefan ein Marathonspezialist, nahm die Gelegenheit wahr, nach langer Zeit wieder ein XCO-Rennen zu bestreiten.

Stefan berichtet kurz: „Das war ein netter Ausflug zurück zu den Anfängen. Die Runde war sehr anspruchsvoll, hat aber auch viel Spaß gemacht. Kurze knackige Anstiege und flowige Trailabfahrten mit Anliegern und Sprüngen. Das Rennen wurde von Konny und mir bestimmt. Konny hat die ganze Zeit versucht zu attackieren, ist aber nicht so richtig weg gekommen. Wir sind im Prinzip die ganzen 6 Runden zusammen gefahren. Am letzten längeren Anstieg hat er mich doch etwas abgehängt. Ich bin zwar nochmal näher gekommen, aber bis ins Ziel ging es nur noch bergab und so fuhr ich als Zweiter, wenige Sekunden hinter Konny durchs Ziel.“

Der junge Südafrikaner Dylan Rebello kam als Dritter ins Ziel.

Kurzbericht

2015-05-02


Bild: Bulls

Rocky Mountain BIKE Marathon

Am Start war noch alles in Ordnung. „Die erste Hälfte konnte ich gut mitfahren und meinen Rhythmus halten. Dann hat es mir komplett den Stecker gezogen und ich bin die Strecke einfach nur noch zu Ende gefahren. Heute war es schwer für mich und natürlich bin ich etwas enttäuscht.“, zieht Stefan nach seinem 27. Platz kurz Bilanz.

Besser, aber wegen technischer Probleme auch nicht optimal, lief es für Stefans Teamkollegen Urs Huber. Er kam auf den dritten Platz hinter Kristian Hynek und Alban Lakata.

Kurzbericht

2015-04-18


Bild: Veranstalter

National MTB Series Clarens ZA. UCI MTB Marathon #3

Das dritte Rennen der Serie fand in dem in Südafrika bekannten 6000-Seelen Städtchen Clarens 300 km nordwestlich von Durban in den umgebenden Bergen statt. Der Ultra Marathon hatte 118 km Länge und 2636 Hm und führte von 1750 m bis auf 2350 m Höhe. Für Stefan lief es ganz nach Wunsch. Aus einer verbliebenen Vierergruppe konnte er das Rennen gewinnen.
Er berichtet: „Das war eine tolle Strecke mit coolen Trails. Teilweise sind wir über den blanken Fels gefahren, Slick Rock heißt das hier. Das Rennen war spannend und bis fast zum Schluss offen.
Wir waren anfangs eine große Gruppe. An den Anstiegen konnten sich dann 6 Mann absetzen. James Reid, Konny Looser, Max Knox, Waylon Woolcock, Matt Beers und ich. Gegen Ende waren wir nur noch zu Viert und ca. 10 km vor dem Ziel attackierte ich an einem leicht ansteigenden Wiesentrail. Als ich sah, dass niemand folgen konnte forcierte ich noch einmal und fuhr den Sieg nach Hause.
Mit dem Rennverlauf bin ich sehr zufrieden, da ich sonst mit der Höhe nicht so gut klar komme.“

Ergebnisse: Stefan, Konny Looser (CH), Max Knox (SA)

Kurzberichte

2015-03-22





Bild: Veranstalter

Absa Cape Epic 2015

In diesem Jahr ist vieles anders. Mit dem Weggang von Thomas Dietsch ist Stefans letztjähriger Partner für das Cape Epic weggefallen. Erst wenige Wochen vor dem Start fiel die endgültige Entscheidung, dass Stefan zusammen mit seinem südafrikanischen Trainingspartner Timo Cooper ein Duo bilden und für die JAG Foundation als Team fahren. Für Stefan ist es das 9. Cape Epic, für den 23jährigen Timo die zweite Teilnahme.

Stefan und Karl Platt hatten sich schon früher für die JAG Foundation engagiert. Die Organisation kümmert sich um gefährdete Kinder und versucht vor allem durch Sportprogramme die Kinder in die moderne südafrikanische Gesellschaft zu integrieren.

Bulls fährt dieses Jahr mit drei Teams, Bulls (Platt/Huber), Bulls 2 (Böhme/Stiebjahn) und Bulls 3 (Scheider/Kiechle).

Insgesamt sind 8 Etappen über 740 km und 16 000 Hm zu bewältigen.

Christoph Sauser, der sich demnächst aus dem Profibereich verabschiedet, hat sich mit seinem Partner Jaroslav Kulhavy einen Traum erfüllt. Er ist nun mit seinem fünften Cape Epic Sieg der erfolgreichste Teilnehmer in der Geschichte des Cape Epic. Aber auch Karl Platt und Stefan können auf einen Rekord zurückblicken. Sie sind das einzige Team, das gemeinsam drei Siege zu verzeichnen hat.

Ausführlicher Bericht von Stefan

 

#7 Wellington - Meerendal. 87 km, 1500 Hm

Die heutige letzte Etappe hatte einen giftigen Anstieg über 6 km und 600 m Höhenunterschied auf den Paardeberg hinauf und genauso hinunter. Sieger wurden Käß/Geismayr vor Hermida/van Houts, denen es auf den letzten Etappen nicht so gut ging.
Für Stefan und Tim ging die heutige Etappe gut zu Ende. Jetzt ist erstmal eine Woche Erholungsurlaub angesagt.

Ergebnisse: 10. Platt/Huber (+7 min), 15. Stefan/Timo (+21 min), 52. Scheider/Kiechle (+59 min)

Gesamtergebnisse

#6 Wellington - Wellington. 71 km, 2000 Hm

Stefan berichtet kurz: „Bei Timo lief es heute nicht so gut und wir haben leider Zeit verloren. Am Anfang gab es wieder einen Sturz direkt vor mir. Mich hat es nicht erwischt, aber es hat seine Zeit gedauert bis sich alles wieder entwirrt hatte. Den Rest der Etappe sind wir so gut es ging fertig gefahren.“

Wenn man von den heutigen Gewinnern Sauser/Kulhavy und Lakata/Hynek absieht, war das der Tag der südafrikanischen Teams. Hermida/van Houts fielen heute wieder weit zurück, ihr 4. Platz im Gesamtklassement ist im Moment aber nicht in Gefahr.



Ergebnisse: 9. Platt/Huber (+13 min), 14. Stefan/Timo (+19 min), 43. Scheider/Kiechle (+54 min)


Bild: Veranstalter

#5 Worcester – Wellington. 117 km, 2500 Hm

Heute war eine Aufholjagd angesagt. Das Defektpech von gestern war vergessen. Aber Timo Cooper war direkt nach dem Start in einen Massensturz verwickelt. Stefan: „Danach mussten wir uns erst wieder nach vorne durchwühlen. Nach einiger Zeit haben wir mit Merida (Hermida/van Houts) und Centurion Vaude (Käß/Geismayr) eine gut funktionierende Gruppe erwischt, mit der wir dann bis ins Ziel gefahren sind. Das war wenigstens eine Entschädigung für gestern.“
Stefan und Timo sind praktisch zeitgleich mit Merida durchs Ziel gefahren.

An der Spitze scheint im Moment alles klar zu sein. Sauser/Kulhavy haben über 10 min Vorsprung auf Lakata/Hynek und über 15 min auf Platt/Huber. Diese drei Teams dürften sich die Podiumsplätze teilen.

Ergebnisse: 2. Platt/Huber (+1 min), 10. Stefan/Timo (+14 min), 52. Scheider/Kiechle (+1 h:32 min)

#4 Worcester – Worcester. 111 km, 2000 Hm

Bis zum Waterpoint 2 ging alles nach Plan. Stefan und Timo lagen in der Spitzengruppe an Platz 8. Doch dann schlug der Defektteufel zu. Stefan berichtet: „10 km nach WP2 habe ich mir in dem rauen Gelände meine Felge verbogen und musste einen Schlauch einbauen. Durch die vielen Dornen auf der Strecke hielt das natürlich nicht lange. Insgesamt habe ich drei Schläuche gewechselt, bin 15 km auf der Felge gefahren und die letzten 2 km zum rettenden WP3 auch noch gelaufen. Aber wir sind im Ziel und morgen geht es weiter.“

Ergebnisse: 4. Platt/Huber (+5 min), 41. Stefan/Timo (+52 min), 57. Scheider/Kiechle (+1 h:10 min)


Bild: Veranstalter

#3 Elgin - Worcester. 128 km, 2300 Hm

Die längste Etappe des Cape Epic ist vorbei.

Stefan berichtet: „Wir hatten uns für heute vorgenommen, dass Timo am Anfang sein Tempo fahren soll, um nicht zu überziehen. Wir haben zwar die Spitze verpasst, sind aber mit zwei weiteren Teams in der zweiten Verfolgergruppe fast die ganze Zeit gefahren. Timo ging es heute wesentlich besser, sodass wir gegen Schluss sogar noch zulegen konnten und in die Top Ten fuhren.“

Ergebnisse: 5. Platt/Huber (+7 min), 10. Stefan/Timo (+19 min), 65. Scheider/Kiechle (+1 h:42 min)
Tim Böhme konnte nach seinem gestrigen Sturz heute nicht mehr fahren.

Bild: Veranstalter

#2 Elgin - Elgin. 92 km, 2300 Hm

Der Prolog brachte Hitze, die erste Etappe Regen und heute kam der Wind.

Timo hatte sich heute von Anfang an nicht wohl gefühlt und er hatte immer mehr zu kämpfen. Stefan: „Das sind halt so Tage wo der Körper einfach nicht mitspielt“.

Ergebnisse: 4. Platt/Huber (+6 min), 12. Böhme/Stiebjahn (+20 min), 21. Stefan/Timo (+32 min), 56. Scheider/Kiechle (+1 h:13 min)

#1 Elgin - Elgin. 113 km, 2800 Hm

Heute war eine Regenetappe angesagt. Die erste der insgesamt 4 Etappen mit über 100 km Länge war schon ziemlich selektiv.

Stefan berichtet: “Wir hatten gestern viele technische Probleme. Timo ist im Startgetümmel gestürzt, was uns gleich einen ziemlichen Rückstand beschert hatte. Ab km 60 hatten sich dann noch alle Speichen am Hinterrad gelöst und ich hatte einen Platten. Dank meinem SahmuraiSword war der aber blitzschnell repariert.“


Ergebnisse: 2. Platt/Huber (+1 min), 9. Böhme/Stiebjahn (+20 min), 17. Stefan/Timo (+25 min), 57. Scheider/Kiechle (+1 h:27 min)




Bilder: Veranstalter

Prolog. 20 km, 600 Hm

Von der Kapstadt Universität aus ging es bis auf 450 m Höhe hinauf zum Tafelberg und anschließend den Berg wieder hinunter zum Ausgangspunkt. Stefan und Timo starteten mit der Nummer 19. Zum Glück ging alles glatt und die Beiden erreichten auf Gesamtplatz 20 das Ziel. Großes Pech hatte Bulls 2, eine verklemmte Kette kostete Tim und Simon viel wertvolle Zeit. Sehr gut lief es dagegen für Karl Platt und Urs Huber. Mit nur 18 s Abstand zu den Tagessiegern Martin Gujan und Fabian Giger unterstrichen sie ihren Anspruch auf den Gesamtsieg.

Für Stefan gab es vor dem Start noch einige Hektik. Die Bremse, einschließlich der Ersatzbremse gaben am Abend vorher bzw. heute Morgen den Geist auf. Glücklicherweise kam ein neues Rad heute Morgen mit Tim Böhmes Frau am Flughafen an, musste dann noch montiert werden und war 20 min vor dem Start einsatzbereit. Stefan trocken: „ Ein kleiner Vorgeschmack auf das was beim Cape Epic alles passieren kann.“

Ergebnisse: 2. Platt/Huber (+18 s), 20. Stefan/Timo (+4 min), 51. Böhme/Steibjahn (+11 min), 67. Scheider/Kiechle (+13 min)

Kurzbericht

2015-03-01

Garden Route 300 Knysna

500 km östlich von Kapstadt liegt die Stadt Knysna, Teil der berühmten Garden Route und Golferparadies. Das dreitägige MTB Etappenrennen GR300 fand zum fünften Male statt. Es führt in drei Schleifen im Bergland um Knysna herum. Für Stefan ein letzter Test für das Cape Epic. Mit seinem südafrikanischen Trainingspartner Timo Cooper bestreitet er das Rennen zwar in der Solo-Kategorie aber es sollte gleichzeitig ein Team-Test sein. Timo und Stefan werden in diesem Jahr gemeinsam das Cape Epic fahren, davon später mehr.

Etappe 3 - 85 km, 1800 Hm

Timo Cooper und Stefan ließen auf der letzten Etappe nichts mehr anbrennen. Knapp 30 s hinter dem siegreichen Team Louw/Loos kamen sie in einer größeren Gruppe auf den Plätzen drei und zwei durchs Ziel.



Gesamtergebnis

Solo: Stefan, Timo Cooper (+5), David George (+20)

Team: Kevin Evans/Max Knox (+4), Adriaan Louw/Lourens Luus (+6), Ben Swanepoel/Charles Keey (+19)

Etappe 2 - 100 km, 2400 Hm

Am zweiten Tag war die Strecke zwar noch aufgeweicht vom Regen, aber es lachte schon wieder die Sonne.

Nach einem 4 km langen neutralisierten Teil ging es stetig bergan bis auf 650 m Höhe und von da an in einem Zickzack-Profil wieder hinab bis auf fast Meereshöhe.

Stefan berichtet kurz: “Die zweite Etappe verlief sehr gut. Die Strecke war zwar technisch einfach aber konditionell schwer, viele lange Anstiege. Relativ schnell waren nur noch die beiden ersten Teams und die ersten drei der Solo Kategorie zusammen. Team Volcon mit Max Knox und Kevin Evans hatten bei km 55 einen Platten und fielen zurück. Nach einer langen Laufpassage, einer Taldurchquerung zu Fuß, fuhren Timo und ich den anderen davon. Bis zum Ziel arbeiteten wir sehr gut zusammen und fuhren eine Sekunde zeitversetzt ins Ziel.“

Timo Cooper als Erster und Stefan dahinter. Knox/Evans blieben aber Erste in der Teamwertung.

Etappe 1 - 90 km, 1950 Hm

Der Tag begann, nicht untypisch für diese Gegend, mit Regen. Im Gegensatz zu unserem Wetter in Deutschland aber vergleichsweise warmer Regen.

Das Rennen wurde geprägt vom Team Max Knox/Kevin Evans und Stefan. Beide fuhren weitgehend gemeinsam die Strecke, die praktisch bei Meereshöhe begann, steil auf 300 m Höhe führte und am Schluss wieder auf NN zurückführte.

Vom Regen gezeichnet und von Schlamm überzogen fuhren Knox/Evans als Erste und Stefan mit einer halben Sekunde dahinter ins Ziel. In der Solo-Kategorie fuhr Timo Cooper 5 min später als Zweiter über die Ziellinie.

Kurzbericht

2015-02-21

National MTB Series Sabie ZA

Der zweite Lauf der Serie in Sabie, nicht weit von Johannesburg entfernt, mit dem Ultra-Marathon über 115 km Länge und 3050 Hm zwischen 1000 m und 1800 m Meereshöhe stand für Stefan unter keinem guten Stern. Stefan bringt es auf den Punkt: „Das war nicht mein Tag heute. Schlechte Beine, Probleme mit der Höhe und der Hitze, Krämpfe und auch noch Reifendefekte. Zum Schluss habe ich mich nur noch durchgekämpft.“ Heraus kam noch Platz 12.

Noch schlechter ging es Erik Kleinhans, der eigentlich gute Chancen hatte, die Gesamtführung der Serie zu übernehmen.

Gewonnen hat Lokalmatador Max Knox.

Vererbung

2015-02-18



Erworbene Fertigkeiten vererbbar

Für Mountainbiker gibt es jetzt gute Nachrichten. Sie können ihre sportlichen Fertigkeiten an ihre Kinder vererben.

Das Karolinska Institut in Stockholm hat in einer verblüffend einfachen Untersuchung nachgewiesen, dass in den Muskelzellen von Radfahrern Marker auf den Erbgutsträngen so verändert werden, dass sie Gene aktivieren, die für die Muskelleistung verantwortlich sind. In der Fachsprache heißt das Methylierung. Das Interessante daran ist, dass diese Marker-Einstellungen auch in die nächste Generation vererbt werden. Also, das Kind eines mountainbikenden Elternteils hat gute Chancen von dessen Leistungen zu profitieren.

Fairerweise muss man natürlich sagen, dass die Untersuchungsergebnisse wahrscheinlich auch auf andere Sportarten, die Muskelgruppen trainieren, übertragen werden können. Spannend wäre die Frage, ob das auch für andere Organe gilt. Insbesondere das Gehirn.

Quelle: GEO 3/2015

Kurzbericht

2015-02-15

Podium Solo Herren

Stefan alleine an der Spitze

Sieger bei den Herren

DUTOIT Tankwa Trek

Etwa 120 km nordöstlich von Kapstadt in den Bergen nahe der Kleinstadt Ceres fand das dreitägige Etappenrennen DUTOIT Tankwa Trek für Solofahrer und Zweierteams statt. Insgesamt 260 km mit 5300 Hm waren zu überwinden. Stefan startete als Einzelfahrer.

Im letzten Jahr hatte Stefans Teamkollege Urs Huber das Rennen gewonnen und in diesem Jahr hat sich Stefan neben den Etappensiegen in seiner Kategorie auch den Gesamtsieg erkämpft. Meist fuhr er mit dem siegreichen Duo Kleinhans/Reid gemeinsam, nur auf der zweiten Etappe, der Königsetappe des Rennens, setzte sich Stefan deutlich ab und legte den Grundstock für seinen Gesamtsieg.
Stefan berichtet:
„Nachdem ich letztes Jahr wegen Krankheit nach der ersten Etappe das Rennen beenden musste, hatte ich sozusagen noch eine Rechnung offen. Meine Teamkollegen hatten mir von genialen Singletrails berichtet, und die wollte ich mir nicht entgehen lassen. So war auch schon die erste Etappe gespickt mit allem was das MTB-Herz höher schlagen lässt.
Nach dem Zieleinlauf kam das nächste Highlight des Tankwa Trek, das große Essen.
Wilde fruit Juice als auch DuToit sind Hauptsponsoren und tischten kräftig auf. Die besten Säfte und frische Früchte, genau das Richtige nach einer staubigen Etappe. Ich glaube ich habe in den letzten drei Tagen mehr Saft getrunken und Obst gegessen als im letzten Monat.

Die nächsten zwei Etappen verliefen ähnlich, Solosiege und Gesamtsieg immer vor Augen. Bei Saft, Obst, Mittagessen und einer tollen Atmosphäre im Camp ließ es sich gut entspannen. Ein großes Dankeschön and den Veranstalter Dryland, der ein grandioses MTB-Event auf die Beine gestellt hat.“


Ergebnisse:

Solo Men: Stefan, Tyronne White, Timo Cooper

Team Men: Erik Kleinhans/James Reid, Waylon Woolcock/Darren Lill, Lourns Luus/Adriaan Louw


Bilder: Veranstalter

Kurzbericht

2015-01-31

Ashburton Investments National MTB Series Meerendal ZA

Die Serie besteht aus sieben Rennen. Das heutige Auftaktrennen fand um Meerendal, letzter Zielort des Cape Epic, herum statt. 107 km und 2900 Hm waren keine Kleinigkeit. Wie immer bei südafrikanischen Rennen war der Start ziemlich früh um 6:30 Uhr. Bereits nach 25 km erkämpfte sich Simon Stiebjahn die Bergwertung und den Titel des „King of Mountain“. Die schwereren Berge kamen allerdings erst später dran.

Ein illustres Starterfeld von Alban Lakata bis Manuel Fumic versprach ein spannendes Rennen. Stefan berichtet:

Bis zum Anstieg zum King of the Mountain geschah nicht viel und eine große Gruppe blieb zusammen. Matt Beers attackierte als erster und Simon setzte zusammen mit Darren Lill hinterher. Simon konnte sich die Wertung sichern und zog direkt durch. Phil Buys, Darren Lill und Matt Beers konnten folgen und bildeten ab sofort die Spitzengruppe.

Ich war etwas "eingebaut" und verpasste die Attacke.

Im folgenden Singletrail baute die Spitzengruppe ihren Vorsprung aus und führte mit bis zu 1:30 min.

Nachdem ich freie Fahrt hatte versuchte ich die 4 einzuholen. Matt Beers war der erste der zurück kam und Darren folgte auch bald. Mittlerweile hatte Alban Lakata zu mir aufgeschlossen und gemeinsam machten wir uns auf die Verfolgung von Simon und Phil.

Bei ca. km 50 erfolgte dann der Zusammenschluss und wir fuhren als Quartett weiter. Das Tempo war nicht mehr so hoch und auf einem asphaltierten Abschnitt konnten weitere Fahrer aufschließen. Unter anderem Erik Kleinhans, welcher direkt am nächsten Anstieg ein dermaßen hohes Tempo ansetzte, dass nur noch Alban folgen konnte. Ich versuchte dann in der Abfahrt die Lücke zu schließen, aber es gelang mir nicht.

So machte ich mich and dritter Position liegend alleine auf die letzten 40 km. Alles lief nach "Plan" bis km 75. Da kam für ca. 20 min der Mann mit dem Hammer und ich hatte Mühe einen hohen Rhythmus zu fahren.

Genau da schlossen Konny Looser und Christian Hynek zu mir auf, doch auch die beiden musste ich ziehen lassen.

Die letzten km liefen dann wieder besser, und ich konnten den 5. Platz ins Ziel fahren. Es war kein ideales Rennen für mich, aber grundsätzlich stimmt die Form. Glückwunsch and Alban und vor allem an Erik Kleinhans, der ein souveränes Rennen fuhr.“

Ergebnisse: Alban Lakata, Erik Kleinhans, Christian Hynek, Konny Looser, Stefan.

Training

2015-01-28

Trainingsstrecke im Nationalpark Jonkershoek

Nur wenige Kilometer nordöstlich von Stellenbosch, Stefans derzeitigem Domizil, liegt das Naturreservat Jonkershoek. Die waldbedeckten Berge sind nicht nur ein Wanderparadies, sondern beherbergen auch eines der besten MTB-Gebiete Südafrikas mit extra angelegten Trails. Für Stefan natürlich ein ideales Trainingsgebiet, auch wenn es jetzt im afrikanischen Sommer ziemlich heiß sein kann.

Eine kurzes Slowmotion - Video, das Stefan gestern aufgenommen hat, zeigt die ganze Schönheit der MTB-Trails.

Kurzbericht

2015-01-17







Bild: Veranstalter

Attakwas Extreme MTB Challenge, Western Cape SA

Seit 2011 ist die 121 km lange Strecke mit ihren 2900 Hm unverändert. Inzwischen ist das schwere Rennen international etabliert und viele ausländische Fahrer nehmen daran teil. Normalerweise brauchen gute Fahrer so um die fünf Stunden, um die Strecke zu bewältigen. Der bisherige Rekord liegt bei 4:47 h und wurde letztes Jahr von Stefans Teamkollegen Urs Huber aufgestellt. Dieses Jahr haben die Veranstalter einen Extrapreis für denjenigen ausgelobt, der höchstens 4:30 h braucht. Aber selbst unter idealen Bedingungen, die Nacht vorher hatte es geregnet, war das wohl doch etwas zu hoch gegriffen und es blieb bei den knapp 5 Stunden Rennzeit.

Stefan berichtet: „Das Attakwas gilt in SA als das härteste Eintagesrennen des Jahres und ist sowohl für Profis als auch für Amateure der erste große Test der Saison.
Es startet in Oudtshoorn und geht bis Great Brak am Meer.

Der Veranstalter hatte im Vorfeld für Gesprächsstoff gesorgt, durch die Ankündigung von 100000 Rand für denjenigen der unter 4:30 h bleibt.

Nach einem sehr frühen Start um 6:30 h ging es relativ gemütlich los. Nach etwa 20 km durch raues Gelände hatte sich eine ca. 12 Fahrer starke Spitzengruppe abgesetzt, doch es gab keine Ausreißversuche. Am ersten großen Anstieg mussten die ersten abreißen lassen und es entstanden größere Lücken. Danach rollte alles wieder zusammen. Nach der zweiten Verpflegung attackierte Gert Heyns. Ich fuhr ihm nach aber nicht mit letzter Konsequenz, da es noch sehr weit bis ins Ziel war. Offensichtlich hatte Gert es auf die Bergwertung am höchsten Punkt der Strecke abgesehen. Dicht gefolgt von mir und Christoph Sauser gewann er diese auch. Danach fuhren wir zu dritt weiter bis zur dritten Verpflegung, versorgten uns schnell mit Essbarem und füllten die Flaschen nach.

Die Attacke zum King of Mountain hatte Gert viel Kraft gekostet und er musste bald abreißen lassen. Somit waren wir vorne nur noch zu zweit unterwegs. Bei Kilometer 40 vor dem Ziel musste ich Christoph an einem Anstieg davonziehen lassen. Die letzten Kilometer ins Ziel ging es über breite Schotterpisten mit zum Teil kräftigem Gegenwind und langen steilen Anstiegen. Es kostete viel Kraft und Motivation um ein konstant hohes Tempo zu fahren, denn gefühlt kam ich kaum vom Fleck. Mit etwas Rückstand fuhr ich zufrieden als zweiter durchs Ziel.“

Ergebnisse: Christoph Sauser 4:52 h, Stefan +4:25 min, Gert Heyns + 7:40 min, Konny Looser +13:40 min, Matthew Beers +13:46 min.