Spa-Francorchamps

 

 

2006-05-21

 

 

Der Weltcup auf dem belgischen Formel 1 - Kurs wurde zum Wandertag. Durch die zum Teil sintflutartigen Regenfälle an den Tagen zuvor, das Training auf der Strecke und einigen Rennen war der Kurs derart aufgeweicht, dass man große Teile nur zu Fuß bewältigen konnte. Es war ein ständiges vom Rad springen und wieder aufspringen. Die möglichen Linien die man sich hätte merken können waren so beständig wie Eis an der Sonne. Nun gut, die Bedingungen waren für alle gleich und es hieß das Beste daraus zu machen.

    
© Armin M. Küstenbrück

Der Startschuss fiel um 14 Uhr und über 250 Fahrer rasten vom Start durch die Kompression auf die Eau Rouge zu und den Berg hinauf. Die Startrunde war etwas modifiziert und ging weiter auf dem Formel 1 - Kurs die leicht ansteigende Gerade entlang um dann in einem 180° - Linksturn in eine knöcheltief mit Schlamm bedeckte Wiese zu münden. Es war wie im Straßenrennen und die Fahrer der hinteren Startpositionen kamen links und recht vorbei um kurz die Nase in den Wind zu stecken und dann wieder nach hinten durch gereicht zu werden. Einigen Stürzen konnte ich ausweichen, allerdings wurde ich in diesem Gerangel um die Plätze ziemlich eingebaut und kam nicht mehr rechtzeitig nach vorne. Auf der besagten Wiese wurde ich zu nah an die Absperrung gedrängt, hakte mit dem Lenkerhörnchen ein und legte mich in den Matsch. Als 88ster kam ich ziemlich frustriert aus der ersten Runde. In solchen Situationen geht einem ziemlich viel durch den Kopf und man muss versuchen die Gedanken wieder aufs Rennen und die eigentliche Aufgabe zu konzentrieren. Nicht leicht! Aber Aufhören kommt nicht in Frage und nur wenn sich wirklich gar nichts mehr dreht, gebe ich ein Rennen auf. Der Rest des Rennens war der reine Kampf gegen die Elemente, in diesem Fall hauptsächlich Wasser vermischt mit Erde und gegen den inneren Schweinehund. In den wenigen fahrbaren Passagen konnte ich immer Plätze gut machen um in den Laufpassagen wieder Zeit zu verlieren. Langsam arbeitete ich mich vor und konnte noch einige Fahrer einsammeln. Am Ende war es der 48ste Platz und die Enttäuschung groß.
Nächstes Wochenende steht der Weltcup in Fort William mit seiner Regen sicheren Strecke auf dem Plan und ich werde versuchen mal ein Ergebnis das meinen Leistungsniveau gerecht wird ein zu fahren.

   Rangliste

   1  Julian Absalon
   2  Jose Hermida
   3  Ralph Näf
   4  
   5  Roel Paulissen
   6  Bart Brentjens
   7  Christoph Sauser
   8  Carlos Coloma
   9  Jader Zoli
 10  Nino Schurter

 15  Lado Fumic
 34  Moritz Milatz
 37  Karl Platt
 38  Benjamin Rudiger
 48  Stefan Sahm