Schladming/Österreich

 

 

2006-09-09

 


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Die bisherige Saison war ja eher durchwachsen und ich konnte mich nicht für die WM in Neuseeland qualifizieren. Also wollte ich beim Weltcup Finale in Schladming zeigen, dass der Sahmurai kein müder Krieger geworden ist. In den vergangenen drei Wochen habe ich noch einmal einen klassischen Formaufbau mit Grundlagen- und Kraft-Training gemacht und die Beine wurden von Woche zu Woche besser.

Am Donnerstag bin ich mit dem Team nach Schladming gefahren und war auch gleich auf der Rennstrecke trainieren. Sie hat mir von Anfang an sehr gut gefallen. Fahrtechnisch ist sie nicht wirklich schwer, aber durch die zum Teil sehr steilen Anstiege und engen Serpentinen sehr unrythmisch. Für Samstag war Kaiserwetter bei idealen Temperaturen angesagt. Es schien fast so, als ob der Wettergott die Regengüsse der letzten österreichischen Weltcup Rennen wieder gut machen wollte.

Mit Startplatz 39 war meine Ausgangsposition nicht schlecht aber ich brauchte auch viel Glück um durch die enge Startphase zu kommen.

Der Startschuss fiel und zum letzten Mal in dieser Saison ging es um Weltcup Ehren. Wie erwartet begann die erste Runde mit anstehen, da nach ca. 200 Metern eine Holzbrücke kam, die eigentlich nur einzeln überfahren werden konnte. Nach dem großen Startgetümmel kam ich als ca. 32ter aus der ersten Runde und merkte schon, dass ich heute gute Beine habe. Neun Runden waren zu fahren und ich arbeitete mich Stück für Stück nach vorne. In der fünften Runde kam von hinten der Crosser Sven Nijs immer näher und schob sich auch kurzzeitig an mir vorbei. An der steilsten Stelle der Strecke trat ich an um vor ihm in die Abfahrt zu kommen und war wieder an ihm vorbei. Nach der fünften Runde war ich in den Top 20 und ich fühlte mich immer noch gut. Ich schloss zu einer Gruppe mit Moritz Milatz, Rudy van Houts und Michi Weiss auf. In der letzten Runde war ich auf Platz 15 und hatte meine Team Kollegen Bart und Martin nur wenige Sekunden vor mir. Das Problem war, ich wusste nicht, dass es die letzte Runde war. Es gab weder ein Glocke für die letzte Runde noch hatte ich eine Anzeige gesehen und das mit dem zählen während dem Rennen ist so eine Sache. Ich bereitete mich gerade mental auf die letzte Vollgas Runde vor, als kurz vor dem Ziel noch der Schweizer Martin Gujan an mir vorbei schoss. Und da war das Rennen schon aus. Mist. Trotzdem bin ich mit dem Verlauf und dem Ergebnis sehr zufrieden und es war ein versöhnlicher Abschluss einer mäßigen Weltcup Saison. Das Rennen war so eng und ich hatte am Ende nur eine Minute Rückstand auf Platz sieben. So nah war ich noch nie an einer Top Ten Platzierung und das gibt mir die Bestätigung, dass die Form für die letzten Rennen der Saison gut ist.

Rangliste

1    Christoph Sauser
2    Florian Vogel
3    Ralph Näf
4    Jose Hermida
5    Roel Paulissen
6    Jader Zoli
7    Christoph Soukup
8    Adam Craig
9    Liam Killeen
10  Julien Absalon
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16  Stefan Sahm
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18  Moritz Milatz
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27  Lado Fumic
28  Jochen Käß
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35  Tim Böhme
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42  Karl Platt