Offenburg

 

 

2007-05-27

 



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Es ist mal wieder Zeit für einen Rennbericht und welches Rennen könnte dafür besser geeignet sein als der Heim-Weltcup in Offenburg. Karl und ich beschlossen schon am Donnerstag vor dem Rennen anzureisen um auch wirklich jeden Zentimeter der Strecke zu sehen und ab zu speichern. Nach zwei Runden auf dem Kurs hatten wir einen guten Rhythmus gefunden und die Linie passte. Alles war trocken und sehr gut zu fahren, ein bisschen erinnerte die Strecke an den Weltcup in Mount Saint Anne in Kanada. Ich hatte Spaß, fühlte mich wohl auf der Runde und war natürlich motiviert für Sonntag.

Es sah ganz danach aus als ob es ein großes Bike Fest werden würde, bis, ja bis wir die Wettervorhersage für den Renntag hörten: 80 % Regenrisiko versprachen nichts Gutes und weckten Erinnerungen an die Schlammschlacht von 2005.

Es kam wie es kommen musste. Drei Stunden vor dem Start begann es wie aus Kübeln zu gießen und die Strecke weichte immer mehr auf. Der Reifenpoker begann und ich entschied mich auf Nobby Nic Tubeless umzurüsten.

Der Regen fiel weiter vom Himmel und als um zwei der Startschuss fiel war das gesamte Fahrer-Feld schon so durchweicht wie die Wiese auf der die Startloop verlief. Meine Startposition war gut, ich stand in der zweiten Reihe und kam gut weg. Bis zur ersten Rechtskurve als sich ein Fahrer vor mir quer legte und ich vom Rad musste. Ich verlor viele Plätze und kam als 55 aus der Startloop. Nach der ersten Runde war es nicht viel besser denn die Strecke bot nicht viel Platz zum Überholen. Irgendwie kam ich mit den veränderten Bedingungen nicht zurecht und stolperte von einem Schlammloch ins nächste. Ich fand keinen Rhythmus, musste in fast jeder Runde vom Rad und tauchte des öfteren in den Morast ein. Nach einem etwas heftigeren Crash stand mein Lenker schief und ich musste ihn wieder in Fahrtrichtung drehen. Nebenbei riss ich mir noch das Knie auf, aber dank Adrenalin war dies keine Beeinträchtigung. Ich quälte mich Runde für Runde um die Strecke und hatte das Gefühl nicht einmal meine Leistung aus dem Training abrufen zu können. Ende der dritten Runde sorgte auch noch die Anzeigetafel für die verbleibenden Runde für Verwirrung und zeigte einfach zwei Runden lang dieselbe Anzahl Runden an. Die vorletzte Runde wurde also zwei mal gefahren und einige Fahrer verpulverten zu früh ihre Körner für das Finale. Mich betraf das nicht wirklich, denn ich konnte eh keine Tempo-Verschärfung vornehmen. In der letzten Runde holte ich noch ein paar Fahrer ein und kroch als 44. über die Ziellinie. Während des Rennens hatte es aufgehört zu regnen und die Strecke trocknete leider immer mehr ab. Der lehmige Dreck sammelte sich an allen Stellen des Bikes und es hatte im Ziel gut und gerne 5 Kilo Übergewicht.