Münsingen

 

 

2006-04-24

 

Rahmen1

Münsingen ist immer ein Highlight für mich und irgendwann will ich es gewinnen. Drei Mal war ich schon Zweiter bei meinem „Heim-Rennen“, doch dieses Jahr war an Gewinnen gar nicht zu denken. Der Infekt, den ich von Curacao mitgebracht hatte, zeigte noch immer Auswirkungen.
Der Startschuss fiel und die Meute jagte los in Richtung Wiesenanstieg. Auf der flachen Teerpassage, bevor es ins Gelände ging, sortierte sich das Fahrerfeld und ich reihte mich an Position 8 ein. Soweit lief alles nach Plan und ich fühlte mich gut. Es wurde zwar ein Höllentempo gefahren aber ich war mit dabei. Nach einer halben Runde fing meine Kette an über das große Blatt zu springen und ich musste ein paar Tritte auslassen weil ich dachte, mir reißt das Ding jetzt weg. Dem war aber zum Glück nicht so und die Hatz ging weiter. Mit ein ein paar Metern Rückstand auf die nächste Gruppe fuhr ich als 13. das erste Mal durchs Ziel. In der nächsten von 9 zu fahrenden Runden konnte ich zu der Gruppe aufschließen und und blieb dort fürs Erste. Mit dabei waren Andreas Kugler, Haakon Austad und ein weiterer Fahrer, der eine Runde später nicht mehr mithalten konnte. Die Gruppe blieb so bis zur 7. Runde und dann kam bei mir der Mann mit dem Hammer und durchtrennte die Stromversorgung für die Beine. Anders gesagt, mir ging die Energie aus und ich bekam einen Hungerast. Die letzten zwei Runden waren der reine Kampf ums Überleben und ich verlor immer weiter an Boden bis ich schließlich auf Platz 15 völlig entkräftet über die Ziellinie fuhr.