LBS Albstadt Bike Marathon

 

 

2006-07-15

 

 

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Ich hatte mich kurzfristig entschlossen den Albstadt Marathon zu fahren und freute mich schon richtig auf die Strecke und die begeisterten Zuschauer.

Als um 13 Uhr der Start frei gegeben wurde, hatte ich mich eigentlich auf eine extrem schnelle Anfangsphase eingestellt. Normalerweise wird der Startberg mit Vollgas hochgefahren. Aber in diesem Jahr ging es eher gemütlich zu. Erst als kurz vor Ende des Asphalt- Anstiegs Torsten Marx das Tempo anzog, bröckelte das Feld auseinander. Trotz der Tempo-Verschärfung bestand die Spitzengruppe aus etwa 45 Fahrern. Die nächsten Kilometer dümpelte das Feld so vor sich hin bis sich Bart Brentjens entschloss, die erste Attacke zu fahren. Zuerst gingen einige Fahrer mit und ich verhielt mich erst einmal ruhig. Ich wollte ja das Loch zum Teamkollegen nicht zufahren.

Die erste Attacke war nicht erfolgreich und die Ausreißer wurden wieder gestellt. Nach der ersten Verpflegung zog Bart das Tempo wieder an und ich verlängerte direkt. Nach einem kurzen Anstieg hatte sich eine kleine Gruppe mit Andreas Dilger, Jürgen Kotulla und mir gebildet. Wir hatten etwa 100 Meter Vorsprung und beschlossen jetzt durch zu ziehen. Manuel Fumic hatte den Sprung in die Gruppe auch noch geschafft und nun machten wir uns zu viert auf und davon. Wir hatten ca. 40 s Vorsprung, als Bart der Anschluss an unsere Gruppe gelang. Vor allem im Flachen wurde extrem schnell gefahren. Die Gruppe funktionierte recht gut und jeder beteiligte sich so gut es ging an der Führungsarbeit. Unser Vorsprung wuchs auf 2,5 Minuten und ich fühlte mich gut. Dann kam der beste Teil der Runde. Der Wiesenanstieg an der Skischanze. Gigantisch, was da los war. Ich hatte Gänsehaut als ich da hoch fuhr.

Ca. 35 km vor dem Ziel kam eine Überraschung von hinten. Moritz Milatz schloss zu uns auf. Unglaublich! Allein gegen fünf Fahrer. Das war kurz vor dem steilen Anstieg von Margretshausen nach Burgfelden. Die 2 Stunden Schall Mauer war durchbrochen und ich wusste, dass es jetzt sehr schwer für mich werden würde. Wir fuhren zusammen in den Berg und ich merkte schon, dass es nicht mehr so gut ging. Jürgen Kotulla musste abreißen lassen und Bart stampfte neben mir mit dem großen Blatt den Berg hoch. Die fittesten waren Manuel, Moritz und Andreas. Fast hätte ich an dem Berg auch den Anschluss verloren, aber ich konnte mich so gerade noch in den Windschatten retten und mitfahren. Ab jetzt war es die reine Quälerei und tat nur noch weh. Andreas Dilger hatte etwa 20 km vor dem Ziel einen Platten und fiel weit zurück. Bei der letzten Verpflegung konnte ich ebenfalls nicht mehr und verabschiedete mich aus der Spitzengruppe, die ab jetzt nur noch aus Manuel und Moritz bestand. Bart musste das Vorderrad wechseln und fiel auch etwas zurück. Auf einer flachen Passage flog er wieder an mich heran und ich klemmte mich an sein Hinterrad. Allerdings nicht lange, denn an der nächsten Welle flog ich wieder weg. Ab jetzt war ich allein mit mir und dem Kampf gegen die Strecke, die gegen Ende so schwer wird. Das 5 Kilometer Schild war die Erlösung und ich nahm meine letzten Körner zusammen und quälte mich dem Ziel entgegen. Nachdem ich den Stadtrand erreichte, ging es nur noch bergab und ich rollte als 4. ins Ziel. Zufrieden mit meiner Leistung aber total am Ende.

Rangliste

1    Moritz Milatz
2    Manuel Fumic
3    Bart Brentjens
4    Stefan Sahm
5    Jochen Käß
6    Lado Fumic
7    Jürgen Kotulla
8    Johannes Sickmüller
9    Benjamin Schmieg
10  Torsten Marx