WM 2007 in Fort William

 

 

2007-09-10

 

 

Die WM in Schottland ist vorbei und für mich lief es eher durchwachsen. Die Tage vor dem Rennen liefen nach Plan und ich fühlte mich wohl auf der Strecke. Sie war schon recht extrem im Vergleich zu den anderen Rennen dieses Jahres. Im Prinzip ging es 11 Minuten hoch, 7 min runter und 5 min flach bis ins Ziel. Die Abfahrt war wie eine Achterbahn und machte wirklich Spaß. Fast die ganze Zeit gab es typisch schottischen Nieselregen, was aber keinerlei Einfluss auf die Beschaffenheit der Strecke hatte.

Am Tag des Rennens war es recht kühl und ich fuhr mich zuerst auf der Rolle warm und dann mit Karl noch eine halbe Runde auf der Rennstrecke.

Meine Startposition (44) war nicht sehr viel versprechend und meine Taktik war am Anfang eher ruhig zu machen und die Körner für die letzten Runden zu sparen.

Der Startschuss fiel und das WM Rennen 2007 war gestartet. Nach etwa 200 Metern ging es scharf links und dann steil hoch. Es war recht eng und es konnten maximal 3 Fahrer nebeneinander fahren, was ein vorkommen erschwerte. Nach einer kurzen flachen Passage ging es durch eine 180° Kurve in den ersten Singletrail Anstieg. Natürlich staute es sich ab Position 20 und es gab ein großes Fahrerknäuel. Wie in solchen Situationen üblich versuchte jeder möglichst gut durch zu kommen. Fahrer rannten links und rechts durchs Unterholz an den Absperrungen vorbei um ein paar Plätze gut zu machen. Wie so eine Schafherde auf der Flucht. Das ist teilweise schon sehr nervig, wenn die Leute noch an einem vorbei wollen obwohl kein Platz da ist.

Nach der ersten Runde war ich auf Position 50 und hatte 2 min Rückstand auf die Spitze.
Ich versuchte mich nach vorne zu arbeiten aber es gestaltete sich schwerer als gedacht. An den Stellen an denen ich mich gut fühlte und hätte schneller fahren können war kein Platz zum überholen und als es breiter und flacher wurde, fuhren plötzlich alle wieder schnell. Es war wie verhext. Es ging nur langsam vorwärts. Schließlich konnte ich mich in eine Gruppe mit Frischknecht und Brentjens vor arbeiten. In der letzten Runde versuchte ich noch einmal alles und holte meinen alten Teamkollegen Oli Beckingsale ein und kam als 34. ins Ziel. Sicher, ich hatte mir mehr erhofft und hatte auch das Gefühl, dass mein Ergebnis nicht meine Leistungsfähigkeit widerspiegelte. Aber vielleicht fehlen durch die lange Saison auch einfach ein paar PS. Nächstes Wochenende ist das Weltcup Finale in Maribor und dort werde ich es nochmal versuchen.